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SF32LB55x Hardware-Design-Leitfaden — Richtlinien für den Schaltplanentwurf

5. Richtlinien für den Schaltplanentwurf

Tabelle 5-1: Übersicht der Schaltplan-Abschnitte
Gruppe Themen
Stromversorgungssystem PMU-Spannungsschienen, weitere Schienen, Kondensatoren, POR/BOR/Reset, BUCK-Induktivität.
Boot-Modus Spannungsdomäne des Mode-Pins, Pull-Widerstand, Download/Wiederherstellung und Produktionszugang.
Takterzeugung 48-MHz-Quarz, 32,768-kHz-Quarz und Prüfung der Anpassungskondensatoren.
RF RF-Anpassung, 50-Ohm-Antennenpfad, AVDD_BRF-Filterung und RF-Freihaltebereich.
Speicherschnittstellen OPI-PSRAM, QSPI-NOR/NAND/PSRAM und SDIO-eMMC/Micro-SD.
Display und Touch MIPI DSI, SPI/QSPI, MCU8080, JDI, Touch-Interrupt, Reset, Hintergrundbeleuchtung und Panel-Stromversorgung.
Weck-, GPADC- und Fertigungsschnittstellen Weckquellen und Taster, Motor-PWM, GPADC-Spannungsteiler, Sensoren, Bluetooth-Audio, DBG-UART, SWD, Produktionsprogrammierung und Quarzkalibrierung.

5.1. Stromversorgungssystem

SF32LB551 im QFN68L besitzt keine Pins VDD2, BUCK2_VSW, BUCK2_VOUT, LDOVCC2_VOUT oder AVDD_DSI. Wenden Sie die Versorgungs- und Kondensatortabellen nur auf vorhandene Pins des gewählten Gehäuses an. BGA-Gehäuse bieten zwei BUCK-Ausgänge; BUCK2 unterstützt BUCK- oder LDO-Betrieb, wobei BUCK empfohlen wird. QFN68L bietet einen BUCK-Ausgang.

Tabelle 5.1-1: PMU-Stromversorgungspins
PMU-Versorgungspins Mindestspannung (V) Typische Spannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
VDD1 1,71 1,8 3,6 50 VDD1-Stromversorgungseingang
VDD2 1,71 1,8 3,6 50 VDD2-Stromversorgungseingang
BUCK1_VSW BUCK1_VOUT - 1,25 - 50 BUCK1-VSW-Ausgang, mit der Induktivität verbunden; interner Stromversorgungseingang 1, verbunden mit dem anderen Ende der Induktivität und einem externen Kondensator
BUCK2_VSW BUCK2_VOUT LDOVCC2_VOUT - 0,9 - 50 BUCK2-VSW-Ausgang, mit der Induktivität verbunden; interner Stromversorgungseingang 2, verbunden mit dem anderen Ende der Induktivität und einem externen Kondensator
LDO_VOUT1 - 1,1 - 50 LDO-Ausgang 1, externen Kondensator anschließen
LDO_VOUT2 - 0,9 - 20 LDO-Ausgang 2, externen Kondensator anschließen
VDD_RET - 0,9 - 1 RET-LDO-Ausgang, externen Kondensator anschließen
VDD_RTC - 1,1 - 1 RTC-LDO-Ausgang, externen Kondensator anschließen
Tabelle 5.1-2: Weitere Stromversorgungspins
Weitere Versorgungspins Mindestspannung (V) Typische Spannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
AVDD_BRF 1,71 1,8 3,63 30 RF-Stromversorgungseingang
AVDD_DSI 1,71 1,8 2,75 20 MIPI-DSI-Stromversorgungseingang; muss versorgt werden
VDD_SIP 1,71 1,8 1,98 30 Versorgungseingang für den im selben Gehäuse integrierten Speicherchip
AVDD33 3,15 3,3 3,63 50 Stromversorgungseingang
VDDIOA 1,71 1,8 3,63 - PA-I/O-Stromversorgungseingang
VDDIOB 1,71 1,8 3,63 - PB-I/O-Stromversorgungseingang
Tabelle 5.1-3: Erforderliche Stromversorgungskondensatoren
Versorgungspins Kondensator Detaillierte Beschreibung
VDD1 VDD2 0,1 µF + 10 µF VDD1 und VDD2 miteinander verbinden. Mindestens zwei Kondensatoren, 10 µF und 0,1 µF, nahe an den Pins platzieren
BUCK1_VSW BUCK1_VOUT 0,1 µF + 4,7 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 4,7 µF und 0,1 µF, nahe an den Pins platzieren
BUCK2_VSW BUCK2_VOUT 0,1 µF + 4,7 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 4,7 µF und 0,1 µF, nahe an den Pins platzieren
LDOVCC2_VOUT 0,1 µF + 4,7 µF Ist BUCK2 im BUCK-Modus konfiguriert, diesen Pin offen lassen; ist BUCK2 im LDO-Modus konfiguriert, BUCK2_VSW offen lassen, LDOVCC2_VOUT und BUCK2_VOUT kurzschließen und mindestens zwei Kondensatoren, 4,7 µF und 0,1 µF, nahe an den Pins platzieren
LDO_VOUT1 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
LDO_VOUT2 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
VDD_RET 0,47 µF Mindestens einen 0,47-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
VDD_RTC 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
VDD_SIP 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
SDMADC_VREF 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
AVDD_DSI 0,1 µF + 10 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 10 µF und 0,1 µF, nahe an den Pins platzieren
AVDD33 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
AVDD_BRF 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren
VDDIOA VDDIOB 2 × 0,1 µF + 2 × 1 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 1 µF und 0,1 µF, nahe an jedem Pin platzieren

Platzieren Sie die erforderlichen Kondensatoren nahe an den zugehörigen Pins, halten Sie die BUCK-Stromschleifen kompakt und prüfen Sie den BUCK-/LDO-Betriebsmodus vor Beginn des PCB-Layouts. Die Reset-Schaltung und das POR-/BOR-Timing sollten an der realen Hardware überprüft werden.

Die Quellen widersprechen sich: Tabelle 3-3 des chinesischen SiFli-Hardware-Anwendungshinweises und Punkt 9 der Schaltplan-Checkliste V1.0 nennen 1 µF für VDD_RTC, während C0313 im Referenzschaltplan des Anwendungshinweises mit 0,1 µF beschriftet ist. Die Quellen erläutern nicht, wann welcher Wert gilt. Klären Sie den erforderlichen Wert für das konkrete Gerät vor der Designfreigabe mit SiFli; lösen Sie den Widerspruch nicht durch Annahmen.

VDD1 und VDD2 müssen gleichzeitig eingeschaltet werden; SF32LB551 hat kein VDD2. Ziehen Sie RSTN auf die Eingangsspannungsdomäne von VDD1 hoch und verbinden Sie einen 0,1-µF-Kondensator mit Masse. Die Referenzzeichnung kennzeichnet die Pull-up-Versorgung mit 1,8 V/3,3 V und verwendet einen 10-kΩ-Widerstand; wählen Sie den Pegel passend zur VDD1-Spannungsdomäne des Designs. Abbildung 5.1-1 zeigt einen POR-Pegel von 1,50 V, einen von 2,5 V bis 1,5 V einstellbaren BOR und eine RSTN-Markierung bei 0,7 V. Die Messung in Abbildung 5.1-3 zeigt in diesem Beispiel etwa 700 µs zwischen dem Anstieg der Versorgungsspannung und der Freigabe von Reset; dies ist keine garantierte Verzögerung für jedes Design.

Abbildung 5.1-1: Ein- und Ausschaltverlauf

Abbildung 5.1-1: Ein- und Ausschaltverlauf

Abbildung 5.1-2: Reset-Schaltung

Abbildung 5.1-2: Reset-Schaltung

Abbildung 5.1-3: Gemessener Einschalt- und Reset-Verlauf

Abbildung 5.1-3: Gemessener Einschalt- und Reset-Verlauf

Abbildung 5.1-4: BGA-DC-DC-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-4: BGA-DC-DC-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-5: QFN-DC-DC-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-5: QFN-DC-DC-Referenzschaltung

Wählen Sie gemäß SiFlis Hardware-Anwendungshinweis eine BUCK-Induktivität von 4,7 µH mit einem Gleichstromwiderstand DCR ≤ 0,4 Ω und einem Sättigungsstrom Isat ≥ 450 mA.

5.2. Boot-Modus

Tabelle 5.2-1: Boot-Modus-Konfiguration
Moduskonfiguration Detaillierte Beschreibung
High-Pegel Nach dem Einschalten und Hochfahren des Chips wechselt dieser in den Download-Modus
Low-Pegel Nach dem Einschalten und Hochfahren des Chips startet dieser das Benutzerprogramm

Bei High-Pegel wechselt der Chip nach dem Einschalten in den Download-Modus; bei Low-Pegel startet er das Benutzerprogramm. Stellen Sie sicher, dass Prüfvorrichtungen in der Fertigung den erforderlichen Boot-Zustand erzwingen können und dass die Boot-Pins trotz Produktgehäuse und eingeschränktem Testzugang erreichbar bleiben.

Der Mode-Pin gehört zur gleichen Spannungsdomäne wie VDDIOA. Halten Sie ihn mit einem externen 10-kΩ-Widerstand zur entsprechenden Versorgung oder zu GND auf einem stabilen Pegel; er darf weder offen bleiben noch unbeabsichtigt umschalten. Produktionsplatinen müssen einen Mode-Testpunkt für Firmware-Programmierung und Quarzkalibrierung vorsehen; ein Jumper ist dafür nicht erforderlich. Sehen Sie auf Testplatinen einen Jumper vor, damit eine hängende Anwendung durch Starten im Download-Modus wiederhergestellt werden kann.

5.3. Takterzeugung

Tabelle 5.3-1: Anforderungen an die Quarze
Quarz Spezifikationsanforderungen Detaillierte Beschreibung
48 MHz 7 pF≦CL≦12 pF (empfohlener Wert 8,8 pF) △F/F0≦±10 ppm ESR≦30 Ω (empfohlener Wert 22 Ω) Die Leistungsaufnahme des Quarzoszillators hängt von CL und ESR ab: Je kleiner beide Werte sind, desto geringer ist der Verbrauch. Für einen möglichst niedrigen Verbrauch sollten innerhalb des zulässigen Bereichs Bauteile mit vergleichsweise niedrigen CL- und ESR-Werten gewählt werden. Sehen Sie neben dem Quarz Footprints für parallel geschaltete Anpassungskondensatoren vor. Bei CL<12 pF müssen keine Kondensatoren bestückt werden
32,768 kHz CL≦12,5 pF (empfohlener Wert 7 pF) △F/F0≦±20 ppm ESR≦80 kΩ (empfohlener Wert 38 kΩ) Die Leistungsaufnahme des Quarzes hängt von CL und ESR ab: Je kleiner beide Werte sind, desto geringer ist der Verbrauch. Für einen möglichst niedrigen Verbrauch sollten innerhalb des zulässigen Bereichs Bauteile mit vergleichsweise niedrigen CL- und ESR-Werten gewählt werden. Sehen Sie neben dem Quarz Footprints für parallel geschaltete Anpassungskondensatoren vor. Bei CL<12,5 pF muss kein Kondensator bestückt werden

Platzieren Sie beide Quarze nahe am Chip, halten Sie die Leiterbahnen kurz und symmetrisch und sehen Sie Footprints für Anpassungskondensatoren vor. Schützen Sie die Quarznetze vor Störungen durch RF, BUCK, Display und Motor.

5.4. RF

Das RF-Frontend des SF32LB55x enthält ein integriertes Breitband-Anpassungs- und Filternetzwerk. Legen Sie die RF-Leiterbahn mit einem Wellenwiderstand von 50 Ω aus und sehen Sie ein π-Anpassungsnetzwerk zur Filterung von Störaussendungen und zur Antennenanpassung vor. Bestimmen Sie die endgültigen Bauteilwerte anhand von Messungen mit der tatsächlichen Antenne und dem PCB-Layout. Ist die gewählte Antenne bereits angepasst, müssen im vorgesehenen Netzwerk normalerweise keine zusätzlichen Bauteile bestückt werden.

Führen Sie die RF-Leiterbahnen über einer durchgehenden Massefläche, platzieren Sie das Anpassungsnetzwerk möglichst nahe am Chip und den AVDD_BRF-Filter nahe am Pin. Halten Sie DC-DC-, VBAT-, Quarz-, Hochgeschwindigkeitstakt-, SPI-, SDIO-, I2S- und UART-Leiterbahnen vom RF-Bereich fern.

Die RF-Referenzschaltung setzt C0323 (15 pF/50 V) in Reihe mit ANT; die beiden Massezweige C0318 und C0319 bleiben unbestückt (NF). Dies sind Beispielwerte, keine universellen Antennenanpassungswerte.

Abbildung 5.4-1: Referenzschaltung zur RF-Anpassung

Abbildung 5.4-1: Referenzschaltung zur RF-Anpassung

5.5. Speicherschnittstellen

SF32LB55x unterstützt OPI-PSRAM, QSPI-NOR-/NAND-Flash und PSRAM sowie SDIO für eMMC oder Micro-SD. Da die Gehäuseauswahl die verfügbaren Pins und Schnittstellen beeinflusst, sollte die Speicherauswahl vor der Pin-Festlegung und der Prüfung des PCB-Lagenaufbaus abgeschlossen werden.

BGA145 bietet einen externen OPI-PSRAM-Kanal, BGA169 zwei. Tabellen 5.5-1 bis 5.5-3 beschreiben die BGA145-Konfiguration und die beiden BGA169-Speicherbausteine, nicht drei Kanäle in einem Gehäuse. Die QSPI-Tabellen entsprechen QSPI2, QSPI3 und QSPI4. Die SDIO-Tabellen zeigen SDIO1 im 4-/8-Bit-Modus und SDIO2 im 4-Bit-Modus.

Für externen QSPI-PSRAM wird QSPI2 empfohlen. Steuert ein HCPU-GPIO die Versorgung eines externen OPI/QSPI-PSRAM, verwenden Sie einen HCPU-Pin vom Typ PU: High schaltet ein, Low aus. Wird VDD_SIP für internen Flash geschaltet, verwenden Sie PA58 mit derselben Polarität (High schaltet ein, Low aus). Lassen Sie den Flashbedarf der LCPU-Beschleunigungs- und Herzfrequenzalgorithmen von SiFlis FAE bewerten, bevor Sie zusätzlichen NOR-Flash an QSPI4 vorsehen.

Die Richtungsangaben in den ursprünglichen OPI-Tabellen sind uneinheitlich. Im BGA145-Referenzschaltplan, im BGA169-Referenzschaltplan für Speicher 1 und im Referenzschaltplan für Speicher 2 steuern die MCU-Pins PA37/PA20 bzw. PA07/PA08 die CS#- und CLK-Pins des externen PSRAM. Die folgenden Tabellen geben CS# und CLK daher aus MCU-Sicht an: MCU-Ausgang, PSRAM-Eingang. Die Schaltpläne legen keine feste Richtung für DQS/DM fest; prüfen Sie Funktion und Richtung im Datenblatt des ausgewählten PSRAM.

Jeder gezeigte PSRAM verwendet 1,8 V, drei 0,1-µF-Kondensatoren und einen 1-µF/6,3-V-Kondensator. Die offenen RESET#- und NC/CLK#-Anschlüsse gelten für den dargestellten Speicher; prüfen Sie das Datenblatt des tatsächlich gewählten Bausteins.

Abbildung 5.5-1: BGA145-OPI-PSRAM-Referenzschaltung

Abbildung 5.5-1: BGA145-OPI-PSRAM-Referenzschaltung
Tabelle 5.5-1: OPI-PSRAM im BGA145
PSRAM-Signal MCU-Pin Detaillierte Beschreibung
CS# PA37 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
CLK PA20 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
DQS PA35 DQS/DM; Funktion und Richtung im Datenblatt des ausgewählten PSRAM prüfen
DQ0 PA28 Dateneingang/-ausgang 0
DQ1 PA29 Dateneingang/-ausgang 1
DQ2 PA30 Dateneingang/-ausgang 2
DQ3 PA31 Dateneingang/-ausgang 3
DQ4 PA34 Dateneingang/-ausgang 4
DQ5 PA36 Dateneingang/-ausgang 5
DQ6 PA38 Dateneingang/-ausgang 6
DQ7 PA42 Dateneingang/-ausgang 7

Abbildung 5.5-2: BGA169-OPI-PSRAM-Referenzschaltung, Speicher 1

Abbildung 5.5-2: BGA169-OPI-PSRAM-Referenzschaltung, Speicher 1
Tabelle 5.5-2: OPI-PSRAM im BGA169, Speicher 1
PSRAM-Signal MCU-Pin Detaillierte Beschreibung
CS# PA07 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
CLK PA08 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
DQS PA15 DQS/DM; Funktion und Richtung im Datenblatt des ausgewählten PSRAM prüfen
DQ0 PA02 Dateneingang/-ausgang 0
DQ1 PA04 Dateneingang/-ausgang 1
DQ2 PA05 Dateneingang/-ausgang 2
DQ3 PA06 Dateneingang/-ausgang 3
DQ4 PA09 Dateneingang/-ausgang 4
DQ5 PA11 Dateneingang/-ausgang 5
DQ6 PA12 Dateneingang/-ausgang 6
DQ7 PA13 Dateneingang/-ausgang 7

Abbildung 5.5-3: BGA169-OPI-PSRAM-Referenzschaltung, Speicher 2

Abbildung 5.5-3: BGA169-OPI-PSRAM-Referenzschaltung, Speicher 2
Tabelle 5.5-3: OPI-PSRAM im BGA169, Speicher 2
PSRAM-Signal MCU-Pin Detaillierte Beschreibung
CS# PA07 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
CLK PA08 MCU-Ausgang; PSRAM-Eingang
DQS PA26 DQS/DM; Funktion und Richtung im Datenblatt des ausgewählten PSRAM prüfen
DQ0 PA18 Dateneingang/-ausgang 0
DQ1 PA22 Dateneingang/-ausgang 1
DQ2 PA24 Dateneingang/-ausgang 2
DQ3 PA32 Dateneingang/-ausgang 3
DQ4 PA33 Dateneingang/-ausgang 4
DQ5 PA59 Dateneingang/-ausgang 5
DQ6 PA62 Dateneingang/-ausgang 6
DQ7 PA64 Dateneingang/-ausgang 7
Tabelle 5.5-4: QSPI2: NOR-/NAND-Flash oder PSRAM
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CS# GPIO9 PA61 Chip-Select, low-aktiv
SO GPIO7 PA65 Dateneingang (Daten-E/A-Leitung 1)
WP# GPIO6 PA66 Schreibschutz-Ausgang (Daten-E/A-Leitung 2)
SI GPIO8 PA63 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 0)
SCLK GPIO10 PA60 Serieller Takt-Ausgang
Hold# GPIO5 PA68 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 3)
Tabelle 5.5-5: QSPI3: NOR-/NAND-Flash oder PSRAM
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CS# GPIO16 PA45 Chip-Select, low-aktiv
SO GPIO14 PA49 Dateneingang (Daten-E/A-Leitung 1)
WP# GPIO13 PA51 Schreibschutz-Ausgang (Daten-E/A-Leitung 2)
SI GPIO15 PA47 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 0)
SCLK GPIO17 PA44 Serieller Takt-Ausgang
Hold# GPIO12 PA55 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 3)
Tabelle 5.5-6: QSPI4: NOR-/NAND-Flash oder PSRAM
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CS# - PB33 Chip-Select, low-aktiv
SO - PB36 Dateneingang (Daten-E/A-Leitung 1)
WP# - PB37 Schreibschutz-Ausgang (Daten-E/A-Leitung 2)
SI - PB35 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 0)
SCLK - PB32 Serieller Takt-Ausgang
Hold# - PB07 Datenausgang (Daten-E/A-Leitung 3)
Tabelle 5.5-7: SDIO1: 4-Bit-eMMC/Micro SD
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CLK GPIO10 PA34 Takt-Eingang
CMD GPIO9 PA36 Befehlseingang
DATA0 GPIO8 PA28 Daten 0
DATA1 GPIO7 PA29 Daten 1
DATA2 GPIO6 PA30 Daten 2
DATA3 GPIO5 PA31 Daten 3
Tabelle 5.5-8: SDIO1: 8-Bit-eMMC
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CLK GPIO10 PA34 Takt-Eingang
CMD GPIO9 PA36 Befehlseingang
DATA0 GPIO8 PA28 Daten 0
DATA1 GPIO7 PA29 Daten 1
DATA2 GPIO6 PA30 Daten 2
DATA3 GPIO5 PA31 Daten 3
DATA4 GPIO15 PA47 Daten 4
DATA5 GPIO14 PA49 Daten 5
DATA6 GPIO13 PA51 Daten 6
DATA7 GPIO12 PA55 Daten 7
Tabelle 5.5-9: SDIO2: 4-Bit-eMMC/Micro SD
Schnittstellensignal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
CLK GPIO17 PA44 Takt-Eingang
CMD GPIO16 PA45 Befehlseingang
DATA0 GPIO15 PA47 Daten 0
DATA1 GPIO14 PA49 Daten 1
DATA2 GPIO13 PA51 Daten 2
DATA3 GPIO12 PA55 Daten 3

5.6. Display- und Touch-Schnittstellen

Zu den Display-Optionen zählen MIPI DSI, SPI/QSPI, MCU8080 und JDI. Wählen Sie das Panel vor der Pin-Zuweisung und dem PCB-Routing aus, damit Schnittstellenbreite, Taktung, Stromversorgung, Touch-Interrupt und Hintergrundbeleuchtungsstrategie gemeinsam geprüft werden.

Für paralleles und serielles JDI stehen die multiplexierten Signalgruppen auf der PA-Seite (LCDC1) oder der PB-Seite (LCDC2) zur Verfügung. Die folgenden Tabellen zeigen nur die PA/LCDC1-Pinbelegung. SiFli empfiehlt die PB/LCDC2-Schnittstelle. Die Quell-Anleitung enthält keine Pin-für-Pin-Tabelle für LCDC2; prüfen Sie die konkrete Zuordnung in der Pin-Mux-Tabelle des Chips, statt sie aus den LCDC1-Tabellen abzuleiten.

Tabelle 5.6-1: MIPI-DSI-Display-Schnittstelle
MIPI-DSI-Signal BGA145/169-Pin Beschreibung
CLKP DSI_CLKP MIPI-Taktsignal +
CLKN DSI_CLKN MIPI-Taktsignal −
D0P DSI_D0P MIPI-Datenleitung 0+
D0N DSI_D0N MIPI-Datenleitung 0−
D1P DSI_D1P MIPI-Datenleitung 1+
D1N DSI_D1N MIPI-Datenleitung 1−
- AVDD18_DSI MIPI-Stromversorgungseingang
- DSI_REXT Externen 10-kΩ-Widerstand gegen Masse anschließen
- AVSS_DSI Masse
TE PA77 Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame
RESET PB17 Reset-Signal für das Display-Panel

Hinweise zur Display-Pinbelegung:

  • Für TE kann auch ein anderer GPIO der PA-Gruppe verwendet werden.
  • Unterstützt das Panel TE über DSI, ist kein separater TE-Pin erforderlich.
  • Für RESET kann auch ein anderer GPIO der PB-Gruppe verwendet werden.
Tabelle 5.6-2: SPI-/QSPI-Display-Schnittstelle
SPI-Signal QFN68-GPIO BGA145/169-Pin Detaillierte Beschreibung
CSX GPIO22 PB33 Enable-Signal
WRX_SCL GPIO23 PB32 Taktsignal
DCX GPIO20 PB36 Daten-/Befehlssignal im 4-Draht-SPI-Modus; Daten 1 im Quad-SPI-Modus
SDI_RDX GPIO21 PB35 Dateneingangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; Daten 0 im Quad-SPI-Modus
SDO GPIO21 PB35 Datenausgangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; mit SDI_RDX kurzschließen
D[0] GPIO19 PB37 Daten 2 im Quad-SPI-Modus
D[1] GPIO18 PB07 Daten 3 im Quad-SPI-Modus
RESET GPIO2 PB17 Reset-Signal für das Display-Panel
TE GPIO3 PB77 Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame

Hinweise zur Display-Pinbelegung:

  • Für TE kann PA77 oder ein anderer PA-GPIO verwendet werden, der das Signal nachbildet.
  • RESET kann jedem GPIO zugeordnet werden. Für ein Always-on-Display (AOD) empfiehlt SiFli einen GPIO der PB-Gruppe.
Tabelle 5.6-3: MCU8080-Display-Schnittstelle
MCU8080-Signal QFN68-GPIO BGA145/169-Pin Detaillierte Beschreibung
CSX GPIO22 - Chip-Select
WRX GPIO23 - Schreib-Strobe-Signal zum Schreiben von Daten
DCX GPIO20 - Auswahl zwischen Display-Daten/-Befehl
RDX GPIO21 - Lese-Strobe-Signal für Lesezugriffe auf den Displaycontroller
D[0] GPIO19 - Daten 0
D[1] GPIO18 - Daten 1
D[2] GPIO17 - Daten 2
D[3] GPIO16 - Daten 3
D[4] GPIO15 - Daten 4
D[5] GPIO14 - Daten 5
D[6] GPIO13 - Daten 6
D[7] GPIO12 - Daten 7
RESET GPIO2 - Reset
TE GPIO3 - Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame

Hinweise zur Display-Pinbelegung:

  • Für TE kann PA77 oder ein anderer PA-GPIO verwendet werden, der das Signal nachbildet.
  • RESET kann jedem GPIO zugeordnet werden. Für ein Always-on-Display (AOD) empfiehlt SiFli einen GPIO der PB-Gruppe.

Der SiFli-Hardware-Anwendungshinweis bezeichnet RDX als Lese-Strobe-Signal, beendet die Beschreibung jedoch mit „zum Schreiben von Daten“. Das widerspricht sowohl dem Signalnamen RDX als auch dem zugehörigen WRX-Schreib-Strobe-Signal; hier wird es als Formulierungsfehler der Quelle behandelt. Ob ein Lesezugriff unterstützt wird und welche Zeitvorgaben gelten, hängt vom Displaycontroller ab. Prüfen Sie dessen Datenblatt.

Tabelle 5.6-4: JDI-Parallel-Display-Schnittstelle
JDI-Signal MCU-Pin (LCDC1) Detaillierte Beschreibung
JDI_VCK PA20 Schiebetakt für den vertikalen Treiber
JDI_VST PA31 Startsignal für den vertikalen Treiber
JDI_XRST PA34 Reset-Signal für den horizontalen und vertikalen Treiber
JDI_HCK PA36 Schiebetakt für den horizontalen Treiber
JDI_HST PA38 Startsignal für den horizontalen Treiber
JDI_ENB PA42 Schreibfreigabesignal für den Pixelspeicher
JDI_R1 PA49 Rote Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_R2 PA51 Rote Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_G1 PA55 Grüne Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_G2 PA77 Grüne Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_B1 PA78 Blaue Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_B2 PA79 Blaue Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_XFRP PA45 Flüssigkristall-Ansteuersignal („An“-Pixel)
JDI_VCOM/FRP PA47 Ansteuersignal der gemeinsamen Elektrode/Flüssigkristall-Ansteuersignal („Aus“-Pixel)
Tabelle 5.6-5: JDI-Seriell-Display-Schnittstelle
JDI-Signal MCU-Pin (LCDC1) Detaillierte Beschreibung
JDI_SCS PA31 Chip-Select-Signal
JDI_SCLK PA20 Serielles Taktsignal
JDI_SO PA34 Serielles Datenausgangssignal
JDI_DISP PA36 Display-Ein/Aus-Umschaltsignal
JDI_EXTCOMIN PA38 COM-Inversionspolaritäts-Eingang
Tabelle 5.6-6: Touch- und Hintergrundbeleuchtungs-Schnittstellen
Touch- und Hintergrundbeleuchtungssignale QFN68-GPIO BGA145-Pin BGA169-Pin Detaillierte Beschreibung
Interrupt GPIO1 PA79 PA79 Touch-Status-Interruptsignal (weckfähig)
I2C1_SCL GPIO25 PA10 PA10 Touchscreen-I2C-Taktsignal
I2C1_SDA GPIO24 PA14 PA14 Touchscreen-I2C-Datensignal
BL_PWM GPIO0 - - PWM-Steuersignal der Hintergrundbeleuchtung
Reset GPIO16 PA00 PA00 Touch-Reset-Signal
Stromversorgungsfreigabe GPIO26 PA06 PA03 Freigabesignal für die Touchscreen-Stromversorgung

Verwenden Sie für BL_PWM einen GPIO mit GPTIM1_CHx-Funktion. Legen Sie einen geeigneten Pull-up- oder Pull-down-Pegel fest, damit sich die Hintergrundbeleuchtung beim Kaltstart nicht unbeabsichtigt einschaltet.

5.7. Weck-, GPADC- und Fertigungsschnittstellen

Zugänge für Wecksignale, analoge Messungen, Debugging und Produktion sind unter Berücksichtigung des Gehäuses und der Fertigungsprüfvorrichtungen zu planen. Für die Weckpins sind definierte Ruhezustände und ESD-Schutz erforderlich. Bei GPADC-Spannungsteilern sind Einschwingzeit und Leckstrom abzuwägen. Debug- und Download-Zugänge müssen während EVT und Fertigung erreichbar bleiben.

SF32LB55x bietet vier HCPU-Weckquellen (WKUP_A0–WKUP_A3) und sechs LCPU-Weckquellen (WKUP_B0–WKUP_B5). Jede weckt ihre zugehörige CPU; aus Hibernate wecken nur die sechs LCPU-Quellen. Keiner der zehn Eingänge darf offen bleiben: Ergänzen Sie externe Pull-up- oder Pull-down-Widerstände passend zur Funktion, um Leckstrom im Schlafzustand zu vermeiden.

Im Referenzschaltplan ist KEY1 mit PB48 verbunden und über 10 kΩ nach VDD_1V8 hochgezogen; außerdem sind ESD-Schutz und ein Kondensator eingezeichnet. Das KEY2-Netzwerk zeigt 10-kΩ-Pull-ups, ESD-Schutz und per Jumper wählbare Verbindungen zu PA08, PA77 und PA78; C0004 ist mit NF (nicht bestückt) gekennzeichnet. Dies sind Schaltungsbeispiele, keine Liste weckfähiger Pins: PA08 ist in Tabelle 5.7-1 nicht aufgeführt. Wählen Sie den tatsächlich weckfähigen Eingang aus dieser Tabelle und sorgen Sie für einen definierten Ruhezustand aller Eingänge.

Abbildung 5.7-1: Referenzschaltung für Wecktaster

Abbildung 5.7-1: Referenzschaltung für Wecktaster

Verwenden Sie für Motor-PWM einen GPIO mit GPTIM1_CHx. Wählen Sie das passende PU/PD-Pinverhalten, damit der Motor beim Kaltstart nicht unbeabsichtigt anläuft. Die Referenzschaltung nutzt GPIO17 (PA44), einen Low-Side-Transistor und einen 1-MΩ-Gate-Pull-down sowie 3 V für den Motor und eine separate 3,3-V-MCU-Versorgung.

Abbildung 5.7-2: Referenzschaltung des Motortreibers

Abbildung 5.7-2: Referenzschaltung des Motortreibers
Tabelle 5.7-1: Interrupt-Weckquellen
Interrupt-Weckquelle QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
WKUP_A0 GPIO3 PA77 HCPU-Interruptsignal 0
WKUP_A1 GPIO2 PA78 HCPU-Interruptsignal 1
WKUP_A2 GPIO1 PA79 HCPU-Interruptsignal 2
WKUP_A3 GPIO0 PA80 HCPU-Interruptsignal 3
WKUP_B0 GPIO43 PB43 LCPU-Interruptsignal 0
WKUP_B1 GPIO44 PB44 LCPU-Interruptsignal 1
WKUP_B2 GPIO45 PB45 LCPU-Interruptsignal 2
WKUP_B3 GPIO46 PB46 LCPU-Interruptsignal 3
WKUP_B4 GPIO47 PB47 LCPU-Interruptsignal 4
WKUP_B5 GPIO48 PB48 LCPU-Interruptsignal 5

Der SiFli-Hardware-Anwendungshinweis beschreibt einen fünfkanaligen 10-Bit-GPADC mit einem Eingangsbereich von 0–0,9 V. Für ein konservatives Platinendesign darf VIN nur unter 0,9 V direkt angeschlossen werden; höhere Spannungen müssen geteilt werden, sodass VADC unter 0,9 V bleibt. Für Akkumessungen empfiehlt die Quelle R1:R2 etwa 5:1 und Widerstände im MΩ-Bereich: weniger Teilerstrom bedeutet längere Einschwingzeit. Die Schaltung enthält 0,1 µF von VADC nach Masse. Prüfen Sie mit VADC = VIN × R2 / (R1 + R2) die maximale Akkuspannung und Widerstandstoleranzen; die Ströme in Tabelle 5.7-2 gelten für VIN = 4,2 V, nicht für jeden Betriebsfall.

Quellenabweichung: Der höher priorisierte OpenSiFli-Hardware-Anwendungshinweis beschreibt einen 10-Bit-GPADC mit fünf Kanälen und einem Eingangsbereich von 0–0,9 V. Punkt 2 der Schaltplan-Checkliste V1.0 legt 1,0 V als Maximum fest, nennt aber keine Kanalzahl. Das Datenblatt SF32LB55x V1.7.2, Abschnitt 3.2.1 beschreibt acht Single-Ended-Eingänge oder vier differentielle Eingangspaare mit Bereichen von 0–1,1 V bzw. −0,7 bis 0,7 V; die Pin-Tabelle führt GPADC_CH0–CH7 auf. Der aktuelle SDK-ADC-Anwendungshinweis ordnet ebenfalls acht Kanäle (0–7) zu und nennt 1,1 V als maximale Abtastspannung. SiFli hat die Unterschiede bei Kanalzahl und Spannungsgrenzen nicht erklärt. Bis zur schriftlichen Klärung legt dieser Leitfaden weiterhin die Angaben der höher priorisierten Quelle als Entwurfsgrundlage zugrunde: fünf Kanäle und ein Eingangsbereich von 0–0,9 V. Halten Sie VADC unter 0,9 V, behandeln Sie 1,0 V und 1,1 V nicht als freigegebene Entwurfsgrenzen und bestätigen Sie die Kanalverfügbarkeit für das gewählte Gerät und Gehäuse.

Abbildung 5.7-3: GPADC-Eingang und Referenz-Spannungsteiler

Abbildung 5.7-3: GPADC-Eingang und Referenz-Spannungsteiler
Tabelle 5.7-2: GPADC-Teilerbeispiele
Widerstandskombination R1 (kΩ) ±1% R2 (kΩ) ±1% Spannungs-Einschwingzeit (ms) Iq (µA) (VIN = 4,2 V)
1 1000 220 138 3,44
2 2000 430 250 1,73
3 3000 680 302 1,14
4 4300 910 - 0,81
5 5100 1100 420 0,68

Führen Sie I2C/SPI, Steuerung und Weckinterrupts von Herzfrequenz- und Beschleunigungssensoren über LCPU. Verwenden Sie DC-DC-Wandler, LDOs oder Lastschalter mit niedrigem Iq für bedarfsgerecht schaltbare Sensorversorgungen.

Externes Bluetooth-Audio kommuniziert über HCPU-UART1. Passen Sie die Spannungspegel an oder verwenden Sie einen Pegelwandler; schalten Sie beim Abschalten des Moduls gleichzeitig die Versorgung des Pegelwandlers ab, um Leckstrom zu vermeiden. Bleibt das Modul in Standby versorgt und ist sein Versorgungseingang low-aktiv, verwenden Sie einen LCPU-GPIO mit standardmäßigem PD-Verhalten.

Tabelle 5.7-3: Debug- und Flash-Schnittstelle
UART-Signal QFN68 BGA145/169 Detaillierte Beschreibung
TXD1 GPIO13 PA19 UART1-RXD-Signal
RXD1 GPIO14 PA17 UART1-TXD-Signal
TXD2 - PA07 UART2-RXD-Signal
RXD2 - PA05 UART2-TXD-Signal
TXD3 GPIO46 PB46 UART3-RXD-Signal, System-Standard-Log-Port
RXD3 GPIO45 PB45 UART3-TXD-Signal, System-Standard-Log-Port
TXD4 - PB14 UART4-RXD-Signal
RXD4 - PB12 UART4-TXD-Signal
TXD5 - PB11 UART5-RXD-Signal
RXD5 - PB06 UART5-TXD-Signal
SWCLK GPIO41 PB31 SWD-Taktsignal
SWDIO GPIO42 PB34 SWD-Datensignal

UART RXD darf nicht offen bleiben; aktivieren Sie beim Firmwarestart den internen Pull-up. UART3 ist der Standard-Logport. SiFli bietet einen Offline-Programmierer für Fertigungsprogrammierung und Quarzkalibrierung. Reservieren Sie mindestens VBAT, GND, VDDIOA, VDDIOB, RSTN, Mode, SWDIO, SWCLK, RXD1, TXD1, RXD3 und TXD3 als Testpunkte. Für die Fertigung ist folgende Teilmenge vorgesehen: VBAT, GND, boot_mode, VDDIOB, RXD3 und TXD3. VBAT und boot_mode sind Prüfaufbau-Bezeichnungen der Quelle; ordnen Sie diese vor der Verdrahtung der tatsächlichen Platinenversorgung und Mode-Verbindung zu.

Die Quellzeichnung verbindet VDD_1V8 mit Pin 1 (VTref). SWDIO und SWCLK sind jeweils über einen 22-Ω-Serienwiderstand mit Pin 7 beziehungsweise Pin 9 verbunden. Standard-J-Link SWD verwendet Pin 1 ebenfalls als VTref, also als Eingang für die Zielspannungsreferenz und nicht als Stromversorgungsausgang des Debug-Probes. Prüfen Sie vor dem Anschluss eines Standardkabels die Steckerausrichtung und die Kompatibilität mit 1,8 V.

Abbildung 5.7-4: SWD-Steckverbinder aus der Quelle: Adapterbelegung prüfen

Abbildung 5.7-4: SWD-Steckverbinder aus der Quelle: Adapterbelegung prüfen

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