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SF32LB56x Hardware-Design-Leitfaden — Schaltplanrichtlinien

Teil des SF32LB56x Hardware-Design-Leitfadens

Diese Seite behandelt Abschnitt 5, die Schaltplanrichtlinien. Beginnen Sie mit der Übersicht zum SF32LB56x Hardware-Design-Leitfaden, um das Gerät auszuwählen und den vollständigen Designablauf kennenzulernen. Fahren Sie dann mit der Schaltplan-Checkliste fort oder springen Sie direkt zu den PCB-Layout-Richtlinien.

5. Schaltplanrichtlinien

5.1. Stromversorgungssystem

Prüfen Sie die Versorgungsschienen des Prozessors, die erforderlichen lokalen Kondensatoren, die Zuordnung der PMIC-Ausgänge, das Reset-Zeitverhalten und die Anschlüsse der Ladeschaltung gemeinsam. Bei den U- und V-Varianten ist das Vorgehen für das Stromversorgungsdesign gleich; die Bezeichnungen der Versorgungspins und die Lastzuweisung unterscheiden sich jedoch.

Tabelle 5.1-1: Spannungsschienen des SF32LB56xU-Prozessors
PMU-Versorgungspin Mindestspannung (V) Typische Spannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
PVDD 1,7 1,8 3,6 100 PVDD-Stromversorgungseingang
BUCK_LX BUCK_FB - 1,25 - 100 BUCK_LX-Ausgang, mit der Induktivität verbunden; interner Stromversorgungseingang, verbunden mit dem anderen Ende der Induktivität und einem externen Kondensator
LDO1_VOUT - 1,1 - 50 LDO1-Ausgang, mit externem Kondensator
LDO2_VOUT - 0,9 - 20 LDO2-Ausgang, mit externem Kondensator
VDD_RET - 0,9 - 1 RET-LDO-Ausgang, mit externem Kondensator
VDD_RTC - 1,1 - 1 RTC-LDO-Ausgang, mit externem Kondensator
MIC_BIAS 1,4 - 2,8 - Mikrofon-Stromversorgungsausgang
AVDD33_ANA 3,15 3,3 3,45 50 Analoger Stromversorgungseingang + RFPA-Stromversorgungseingang
AVDD33_AUD 3,15 3,3 3,45 50 Analoge Audio-Stromversorgung
VDDIO1 1,71 1,8 1,98 - Versorgungseingang für den im Gehäuse integrierten Speicherbaustein des Big-Cores
VDDIO2 1,71 1,8 3,45 - Stromversorgungseingang für PA-GPIO (außer PA5~11)
VDDIO3 1,71 1,8 3,45 - Stromversorgungseingang für PA5~11
VDDIO4 1,71 1,8 3,45 - Versorgungseingang für PB-GPIOs und den im Gehäuse integrierten Flashspeicher des Small-Cores
GPADC_VREF - - - - GPADC-Referenzspannungseingang; nur ein externer Kondensator wird angeschlossen, keine externe Stromversorgung erforderlich
AUD_VREF - - - - Audio-Referenzspannungseingang; nur ein externer Kondensator wird angeschlossen, keine externe Stromversorgung erforderlich
Tabelle 5.1-2: Spannungsschienen des SF32LB56xV-Prozessors
PMU-Versorgungspin Mindestspannung (V) Typische Spannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
PVDD 1,71 1,8 3,6 100 PVDD-Stromversorgungseingang
BUCK_LX BUCK_FB - 1,25 - 100 BUCK_LX-Ausgang, mit der Induktivität verbunden; interner Stromversorgungseingang, verbunden mit dem anderen Ende der Induktivität und einem externen Kondensator
LDO1_VOUT - 1,1 - 50 LDO1-Ausgang, mit externem Kondensator verbunden
LDO2_VOUT - 0,9 - 20 LDO2-Ausgang, mit externem Kondensator verbunden
VDD_RET - 0,9 - 1 RET-LDO-Ausgang, mit externem Kondensator verbunden
VDD_RTC - 1,1 - 1 RTC-LDO-Ausgang, mit externem Kondensator verbunden
MIC_BIAS 1,4 - 2,8 - Mikrofon-Stromversorgungsausgang
AVDD_BRF 1,71 1,8 3,3 1 RF-Stromversorgungseingang
AVDD33_ANA 3,15 3,3 3,45 50 Analoger Stromversorgungseingang + RFPA-Stromversorgungseingang
AVDD33_AUD 3,15 3,3 3,45 50 Analoge Audio-Stromversorgung
VDDIOA 1,71 1,8 3,45 - PA12-PA78-I/O-Stromversorgungseingang
VDDIOA2 1,71 1,8 3,45 - PA0-PA11-I/O-Stromversorgungseingang
VDDIOB 1,71 1,8 3,45 - PB-I/O-Stromversorgungseingang
VDDIOSA 1,71 1,8 1,98 - SIPA-Stromversorgungseingang
VDDIOSB 1,71 1,8 1,98 - SIPB-Stromversorgungseingang
VDDIOSC 1,71 1,8 1,98 - SIPC-Stromversorgungseingang
GPADC_VREF - - - - GPADC-Referenzspannungseingang; nur ein externer Kondensator wird angeschlossen, keine externe Stromversorgung erforderlich
AUD_VREF - - - - Audio-Referenzspannungseingang; nur ein externer Kondensator wird angeschlossen, keine externe Stromversorgung erforderlich
Tabelle 5.1-3: Erforderliche Versorgungskondensatoren des SF32LB56xU
Versorgungspin Kondensator Detaillierte Beschreibung
PVDD 0,1 µF + 10 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 10 µF und 0,1 µF, nahe am Pin platzieren.
BUCK_LX BUCK_FB 0,1 µF + 4,7 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 4,7 µF und 0,1 µF, nahe am Pin platzieren.
LDO1_VOUT 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
LDO2_VOUT 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDD_RET 0,47 µF Mindestens einen 0,47-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDD_RTC 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AVDD33_ANA 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
GPADC_VREF 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AVDD33_AUD 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AUD_VREF 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
MIC_BIAS 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIO1 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIO2 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIO3 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIO4 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
Tabelle 5.1-4: Erforderliche Versorgungskondensatoren des SF32LB56xV
Versorgungspin Kondensator Detaillierte Beschreibung
PVDD 0,1 µF + 10 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 10 µF und 0,1 µF, nahe am Pin platzieren.
BUCK_LX BUCK_FB 0,1 µF + 4,7 µF Mindestens zwei Kondensatoren, 4,7 µF und 0,1 µF, nahe am Pin platzieren.
LDO1_VOUT 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
LDO2_VOUT 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDD_RET 0,47 µF Mindestens einen 0,47-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDD_RTC 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AVDD_BRF 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AVDD33_ANA 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
GPADC_VREFP 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AVDD33_AUD 4,7 µF Mindestens einen 4,7-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
AUD_VREF 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
MIC_BIAS 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOA 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOA2 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOB 1 µF Mindestens einen 1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOSA 0,1 µF Mindestens einen 0,1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOSB 0,1 µF Mindestens einen 0,1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
VDDIOSC 0,1 µF Mindestens einen 0,1-µF-Kondensator nahe am Pin platzieren.
Tabelle 5.1-5: Ausgangsdaten des SF30147C-PMIC (Beispiel für die U-Variante)
SF30147C-Versorgungspin Mindestspannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
VBUCK 1,8 1,8 500 1,8-V-Ausgang; die Zuordnung zu Versorgungspins der U-Variante darf nicht aus dieser Zeile abgeleitet werden
LVSW1 1,8 1,8 100 1,8-V-Stromversorgungsausgang
LVSW2 1,8 1,8 100 1,8-V-Stromversorgungseingang für G-Sensor
LVSW3 1,8 1,8 150 1,8-V-Stromversorgungseingang für Herzfrequenzsensor
LVSW4 1,8 1,8 150 1,8-V-Stromversorgungseingang für LCD
LVSW5 1,8 1,8 150 1,8-V-Stromversorgungsausgang
LDO1 2,8 3,3 100 2,8-bis-3,3-V-Ausgang; die Zuordnung zu Versorgungspins der U-Variante darf nicht aus dieser Zeile abgeleitet werden
LDO2 2,8 3,3 100 Motor-Stromversorgungseingang
LDO3 2,8 3,3 100 3,3-V-Stromversorgungseingang für LCD
LDO4 2,8 3,3 100 3,3-V-Stromversorgungseingang für Herzfrequenzsensor
HVSW1 2,8 5 150 Stromversorgungseingang für analogen Class-K-PA
HVSW2 2,8 5 150 Stromversorgungseingang für GPS

PMIC-Versorgungsschienen der U-Variante prüfen

In SiFlis ursprünglicher Stromverteilungstabelle für die U-Variante stehen VDDIOA, VDDIOA2, VDDIOB, VDDIOSA/B/C und AVDD_BRF. Diese Bezeichnungen stimmen nicht mit der Prozessorspannungstabelle der U-Variante im selben Leitfaden überein. Die obige Tabelle enthält daher nur die Spannungs- und Stromgrenzwerte der PMIC-Ausgänge. Leiten Sie daraus keine Zuordnung zu den Chip-Versorgungspins der U-Variante ab; prüfen Sie die tatsächliche Verbindung vor der Layoutfreigabe anhand der passenden Schaltplanrevision und des SF30147C-Datenblatts.

Tabelle 5.1-6: Beispiel für die SF30147C-PMIC-Stromverteilung bei der V-Variante
SF30147C-Versorgungspin Mindestspannung (V) Maximalspannung (V) Maximalstrom (mA) Detaillierte Beschreibung
VBUCK 1,8 1,8 500 1,8-V-Stromversorgungseingang für SF32LB56xV PVDD, VDDIOA, VDDIOA2, VDDIOB, VDDIOSA, VDDIOSB, VDDIOSC, AVDD_BRF usw.
LVSW1 1,8 1,8 100 Logik-Stromversorgungseingang für I2S-Class-K-PA
LVSW2 1,8 1,8 100 1,8-V-Stromversorgungseingang für G-Sensor
LVSW3 1,8 1,8 150 1,8-V-Stromversorgungseingang für Herzfrequenzsensor
LVSW4 1,8 1,8 150 1,8-V-Stromversorgungseingang für LCD
LVSW5 1,8 1,8 150 Stromversorgungseingang für eMMC-CORE
LDO1 2,8 3,3 100 3,3-V-Stromversorgungseingang für SF32LB56xV AVDD33_ANA, AVDD33_AUD, VDDIOA2 usw.
LDO2 2,8 3,3 100 Stromversorgungseingang für eMMC oder SD NAND
LDO3 2,8 3,3 100 3,3-V-Stromversorgungseingang für LCD
LDO4 2,8 3,3 100 3,3-V-Stromversorgungseingang für Herzfrequenzsensor
HVSW1 2,8 5 150 Stromversorgungseingang für analogen Class-K-PA
HVSW2 2,8 5 150 Stromversorgungseingang für GPS

Abbildung 5.1-1: SF32LB56xU POR-/BOR-Timing

Abbildung 5.1-1: SF32LB56xU POR-/BOR-Timing

Abbildung 5.1-2: SF32LB56xV POR-/BOR-Timing

Abbildung 5.1-2: SF32LB56xV POR-/BOR-Timing

Abbildung 5.1-3: SF32LB56xU BUCK-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-3: SF32LB56xU BUCK-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-4: SF32LB56xV BUCK-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-4: SF32LB56xV BUCK-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-5: SF32LB56xU LDO-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-5: SF32LB56xU LDO-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-6: SF32LB56xV LDO-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-6: SF32LB56xV LDO-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-7: SF32LB56xU Lade-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-7: SF32LB56xU Lade-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-8: SF32LB56xV Lade-Referenzschaltung

Abbildung 5.1-8: SF32LB56xV Lade-Referenzschaltung

Ohne Power-Path-Management ist das System zusammen mit dem Akku direkt an VBAT angeschlossen. Das ist kostengünstiger, nachgeschaltete Schaltungen lassen sich jedoch nicht vollständig vom Akku trennen. Dadurch steigt der Leckstrom und das Ziel für den stromsparenden Shipping Mode wird verfehlt. Bei tiefentladenem Akku muss der Erhaltungsladestrom des Ladegeräts größer als die Summe aus System- und Leckstrom sein (i1+i2 im Quelldiagramm). Im laufenden Betrieb muss auch der Konstantladestrom i1+i2 übersteigen; andernfalls verbraucht die Systemlast einen Teil des Ladestroms und der Akku wird möglicherweise nicht vollständig geladen. Ein Ladegerät mit Power-Path-Management trennt die Systemversorgung über VSYS von der Akkuladung über VBAT, unterstützt den Shipping Mode und kann das System auch bei tiefentladenem Akku aus VSYS versorgen.

Für die U-Variante stehen drei Versorgungstopologien zur Wahl, abhängig von der I/O-Spannung der Peripherie und dem Leistungsziel des Systems. Bei allen drei werden AVDD33_ANA und AVDD33_AUD mit 3,3 V versorgt. Die Topologie mit dem niedrigsten Verbrauch versorgt PVDD und VDDIO1–VDDIO4 mit 1,8 V und verwendet Peripherie mit 1,8-V-I/O. Die mittlere Topologie hält PVDD und VDDIO1 auf 1,8 V und versorgt VDDIO2–VDDIO4 sowie die Peripherie-I/Os mit 3,3 V. Bei der Topologie mit dem höchsten Verbrauch bleibt nur VDDIO1 für den integrierten PSRAM auf 1,8 V; PVDD, VDDIO2–VDDIO4 und die Peripherie-I/Os werden mit 3,3 V versorgt. Verwenden Sie Lastschalter für die dynamische Stromversorgung externer Module und halten Sie diese bei Nichtgebrauch standardmäßig ausgeschaltet. Für Module, die dauerhaft eingeschaltet bleiben müssen, sollten Bauteile mit niedrigem Ruhestrom gewählt werden. Der Hardware-Standardpegel des Lastschalter-GPIOs muss zur Enable-Polarität passen, damit der Schalter beim Start ausgeschaltet bleibt. SiFli empfiehlt einen 1-MΩ-Pull-up oder -Pull-down am Enable-Eingang.

Die PMU der U-Variante schließt den Power-on-Reset ab, sobald PVDD 1,5 V erreicht. Sinkt PVDD, wird beim konfigurierten BOR-Schwellenwert ein Brownout-Reset ausgelöst; der Schwellenwert ist von 1,5 bis 2,5 V einstellbar.

5.2. Betriebsmodi und Weckquellen

Entscheidungen zu Betriebsmodus, Weckquelle, Versorgung der Pull-up-Widerstände und Leckstrom sollten gemeinsam geprüft werden. Für Tasten, Touchscreens, Sensorinterrupts, Ladeereignisse und andere Wecksignale im Low-Power-Betrieb sollten Pins verwendet werden, die aus dem jeweiligen Zustand aufwecken können.

Tabelle 5.2-1: SF32LB56xU-Betriebsmodi
Betriebsmodus CPU Peripherie SRAM IO LPTIM Weckquelle Weckzeit
Active Läuft Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft
WFI/WFE Angehalten Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft Jeder Interrupt < 0,5 µs
DEEPWFI Angehalten Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft Jeder Interrupt < 5 µs
Light Sleep Angehalten Angehalten Nicht zugänglich, vollständig erhalten Pegel gehalten Läuft RTC, GPIO, LPTIM, Cross-System, Bluetooth, Komparator < 100 µs
Deep Sleep Angehalten Angehalten Nicht zugänglich, vollständig erhalten Pegel gehalten Läuft < 300 µs
Standby Reset Reset Nicht zugänglich, LP vollständig erhalten, HP erhält nur 160 KB Pegel gehalten Läuft RTC, Tasten, LPTIM, Cross-System, Bluetooth 1,5 ms + Erholung
Hibernate rtc Reset Reset Daten nicht erhalten Hochohmig Reset RTC, Tasten > 2 ms
Hibernate pin Reset Reset Daten nicht erhalten Hochohmig Reset Tasten > 2 ms
Tabelle 5.2-2: SF32LB56xV-Betriebsmodi
Betriebsmodus CPU Peripherie SRAM IO LPTIM Weckquelle Weckzeit
Active Läuft Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft
WFI/WFE Angehalten Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft Jeder Interrupt < 0,5 µs
DEEPWFI Angehalten Läuft Zugänglich Umschaltbar Läuft Jeder Interrupt < 5 µs
Light Sleep Angehalten Angehalten Nicht zugänglich, vollständig erhalten Pegel gehalten Läuft RTC/GPIO/LPTIM/LPCOMP/Cross-System-Interrupt/Bluetooth < 100 µs
Deep Sleep Angehalten Angehalten Nicht zugänglich, vollständig erhalten Pegel gehalten Läuft RTC/GPIO/LPTIM/LPCOMP/Cross-System-Interrupt/Bluetooth < 300 µs
Standby Reset Reset Nicht zugänglich, LP vollständig erhalten, HP erhält nur 160 KB Pegel gehalten Läuft RTC/Tasten/LPTIM/Cross-System-Interrupt/Bluetooth 1,5 ms + Erholung
Hibernate rtc Reset Reset Daten nicht erhalten Hochohmig Reset RTC/Tasten > 2 ms
Hibernate pin Reset Reset Daten nicht erhalten Hochohmig Reset Tasten > 2 ms
Tabelle 5.2-3: SF32LB56xU-Weck-Interruptquellen
Interruptquelle Pin Detaillierte Beschreibung
WKUP_PIN0 PB32 Interruptsignal 0
WKUP_PIN1 PB33 Interruptsignal 1
WKUP_PIN2 PB34 Interruptsignal 2
WKUP_PIN5 PA50 Interruptsignal 5
WKUP_PIN6 PA51 Interruptsignal 6
WKUP_PIN10 PBR0 Interruptsignal 10
WKUP_PIN11 PBR1 Interruptsignal 11
WKUP_PIN12 PBR2 Interruptsignal 12
Tabelle 5.2-4: SF32LB56xV-Weck-Interruptquellen
Interruptquelle Pin Detaillierte Beschreibung
WKUP_PIN0 PB32 Interruptsignal 0
WKUP_PIN1 PB33 Interruptsignal 1
WKUP_PIN2 PB34 Interruptsignal 2
WKUP_PIN3 PB35 Interruptsignal 3
WKUP_PIN4 PB36 Interruptsignal 4
WKUP_PIN5 PA50 Interruptsignal 5
WKUP_PIN6 PA51 Interruptsignal 6
WKUP_PIN7 PA52 Interruptsignal 7
WKUP_PIN8 PA53 Interruptsignal 8
WKUP_PIN9 PA54 Interruptsignal 9
WKUP_PIN10 PBR0 Interruptsignal 10
WKUP_PIN11 PBR1 Interruptsignal 11
WKUP_PIN12 PBR2 Interruptsignal 12
WKUP_PIN13 PBR3 Interruptsignal 13

BOOT_MODE legt das Startverhalten fest: High aktiviert den Download-Modus. Bei Low sucht das ROM nach einem Benutzerprogramm, startet es gegebenenfalls und wechselt andernfalls in den Download-Modus. Der Mode-Pin der U-Variante hat einen internen Pull-down, darf unbeschaltet bleiben, wenn er nicht verwendet wird, und gehört zur VDDIO2-Domäne. Der Mode-Pin der V-Variante gehört zu VDDIOA und sollte mit einem 10-kΩ-Pull-up oder -Pull-down stabil gehalten werden. Lassen Sie ihn nicht offen und verhindern Sie ein unbeabsichtigtes Umschalten durch Störungen. Sehen Sie für Produktionsboards einen Mode-Testpunkt vor; auf Entwicklungsboards ist ein Jumper zur Wiederherstellung hilfreich.

Berücksichtigen Sie die Speicher-I/O-Versorgung bei stromsparenden Abschaltungen. Im Standby der U-Variante bleiben GPIO-Pegel erhalten und VDDIO1 kann eingeschaltet bleiben; versetzen Sie an MPI1/MPI2 angeschlossene Speicher in den Energiesparmodus. Im Hibernate bleiben GPIO-Pegel nicht erhalten. Schalten Sie daher VDDIO1 ab, um Leckstrom über die I/O des integrierten Speichers zu verhindern. Halten Sie bei der V-Variante die I/O des integrierten Speichers im Standby versorgt. Schalten Sie vor Hibernate VDDIOSA und VDDIOSB über PBR0 ab und versetzen Sie den NOR-Flash in Deep Power-Down. VDDIOSC muss weiterhin versorgt werden.

5.3. Takterzeugung

Tabelle 5.3-1: Quarzanforderungen
Quarz Spezifikationsanforderungen Detaillierte Beschreibung
48 MHz 7 pF ≤ CL ≤ 12 pF (empfohlener Wert: 8,8 pF); △F/F0 ≤ ±10 ppm; ESR ≤ 30 Ω (empfohlener Wert: 22 Ω) Die Leistungsaufnahme des Quarzoszillators hängt von CL und ESR ab. Je kleiner CL und ESR, desto geringer die Leistungsaufnahme. Wählen Sie innerhalb des vorgegebenen Bereichs Bauteile mit möglichst kleinen CL- und ESR-Werten. Sehen Sie neben dem Quarz Platz für parallel geschaltete Anpassungskondensatoren vor. Bei CL < 12 pF müssen keine Kondensatoren bestückt werden.
32,768 kHz CL ≤ 12,5 pF (empfohlener Wert: 7 pF); △F/F0 ≤ ±20 ppm; ESR ≤ 80 kΩ (empfohlener Wert: 38 kΩ) Die Leistungsaufnahme des Quarzes hängt von CL und ESR ab. Je kleiner CL und ESR, desto geringer die Leistungsaufnahme. Wählen Sie innerhalb des vorgegebenen Bereichs Bauteile mit möglichst kleinen CL- und ESR-Werten. Sehen Sie neben dem Quarz Platz für parallel geschaltete Anpassungskondensatoren vor. Bei CL < 12,5 pF muss kein Kondensator bestückt werden.
Tabelle 5.3-2: Empfohlene Quarzmodelle
Modell Hersteller Parameter
E1SB48E001G00E Hosonic F0 = 48,000000 MHz; △F/F0 = −6 bis +8 ppm; CL = 8,8 pF; ESR ≤ 22 Ω; TOPR = −30 bis +85 °C; Gehäuse: 2016 (metrisch)
ETST00327000LE Hosonic F0 = 32,768 kHz; △F/F0 = −20 bis +20 ppm; CL = 7 pF; ESR ≤ 70 kΩ; TOPR = −40 bis +85 °C; Gehäuse: 3215 (metrisch)
SX20Y048000B31T-8.8 TKD F0 = 48,000000 MHz; △F/F0 = −10 bis +10 ppm; CL = 8,8 pF; ESR ≤ 40 Ω; TOPR = −20 bis +75 °C; Gehäuse: 2016 (metrisch)
SF32K32768D71T01 TKD F0 = 32,768 kHz; △F/F0 = −20 bis +20 ppm; CL = 7 pF; ESR ≤ 70 kΩ; TOPR = −40 bis +85 °C; Gehäuse: 3215 (metrisch)

Platzieren Sie die 48-MHz- und 32,768-kHz-Quarze nahe am Chip, sehen Sie Footprints für Anpassungskondensatoren vor und schützen Sie die Quarz-Leiterbahnen vor Störungen durch BUCK, RF, Display, Motor und Ladeschaltung.

5.4. RF

Bei SF32LB56xU- und SF32LB56xV-Designs den RF-Pfad als Leiterbahn mit kontrolliertem Wellenwiderstand von 50 Ω auslegen. Ist die gewählte Antenne bereits angepasst, sind normalerweise keine zusätzlichen RF-Bauteile erforderlich. Dennoch sollte ein π-Anpassungsnetzwerk zur Unterdrückung unerwünschter Aussendungen und für den abschließenden Antennenabgleich vorgesehen werden.

Platzieren Sie das RF-Anpassungsnetzwerk nahe am Chip und nicht an der Antenne. Halten Sie die AVDD_BRF-Filterung nahe am Chip-Pin und verbinden Sie die Kondensatormassen direkt mit der Hauptmasse. Routen Sie RF nach Möglichkeit auf der Außenlage, vermeiden Sie Durchkontaktierungen und scharfe Ecken, sehen Sie entlang beider Seiten der RF-Leiterbahn dichte Masse-Durchkontaktierungen vor und halten Sie DC-DC-, VBAT-, Quarz-, Hochgeschwindigkeitstakt-, I2C-, SPI-, SDIO-, I2S- und UART-Signale vom RF-Bereich fern.

5.5. Display-, Touch- und Hintergrundbeleuchtungs-Schnittstellen

Die Auswahl der Display-Schnittstelle hängt vom Gehäuse ab. Für die U-Variante sind SPI-/QSPI- und JDI-Displays dokumentiert; für die V-Variante zusätzlich MCU8080 und DPI. Touch-Interrupt, Reset und Hintergrundbeleuchtungssteuerung sollten so zugewiesen werden, dass Weckfunktionen und der Zugang während der Fertigung berücksichtigt sind.

Tabelle 5.5-1: Beispiele für Display-Treiber
Modell Hersteller Auflösung Typ Schnittstelle
RM69090 Raydium 368*448 AMOLED 3-Draht-SPI, 4-Draht-SPI, Dual-Data-SPI, Quad-Data-SPI, MIPI-DSI
RM69330 Raydium 454*454 AMOLED 3-Draht-SPI, 4-Draht-SPI, Dual-Data-SPI, Quad-Data-SPI, 8-Bit-8080-Serie-MCU, MIPI-DSI
ILI8688E ILITEK 368*448 AMOLED Quad-Data-SPI, MIPI-DSI
SH8601A Shine World Technology 454*454 AMOLED 3-Draht-SPI, 4-Draht-SPI, Dual-Data-SPI, Quad-Data-SPI, 8-Bit-8080-Serie-MCU, MIPI-DSI
SPD2012 Solomon 356*400 TFT Quad-Data-SPI
GC9C01 Galaxycore 360*360 TFT Quad-Data-SPI
ST77903 Sitronix 400*400 TFT Quad-Data-SPI
Tabelle 5.5-2: SF32LB56xU SPI-/QSPI-Display-Schnittstelle
SPI-Signal SF32LB56xU-Pin SS6700A-Pin Detaillierte Beschreibung
CSX PA36 PA36 Enable-Signal
WRX_SCL PA37 PA37 Taktsignal
DCX PA39 PA39 Daten-/Befehlssignal im 4-Draht-SPI-Modus; Daten 1 im Quad-SPI-Modus
SDI_RDX PA38 PA38 Dateneingangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; Daten 0 im Quad-SPI-Modus
SDO PA38 PA38 Datenausgangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; bitte mit SDI_RDX kurzschließen
D0 PA40 PA40 Daten 2 im Quad-SPI-Modus
D1 PA41 PA41 Daten 3 im Quad-SPI-Modus
REST PA05 PB04 Reset-Signal für das Display-Panel
TE PA33 PA33 Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame
Tabelle 5.5-3: SF32LB56xU JDI-Display-Schnittstelle
JDI-Signal Pin Detaillierte Beschreibung
JDI_SCS PA39 Chip-Select-Signal
JDI_SCLK PA41 Serielles Taktsignal
JDI_SO PA40 Serielles Datenausgangssignal
JDI_DISP PA36 Display-Ein/Aus-Umschaltsignal
JDI_EXTCOMIN PA38 COM-Inversionspolaritäts-Eingang
Tabelle 5.5-4: SF32LB56xU Touch- und Hintergrundbeleuchtungs-Schnittstellen
Touchscreen- und Hintergrundbeleuchtungssignal Pin Detaillierte Beschreibung
Interrupt PA50 Touch-Status-Interruptsignal (wake-fähig)
I2C1_SCL PA48 Touchscreen-I2C-Taktsignal
I2C1_SDA PA49 Touchscreen-I2C-Datensignal
BL_PWM PA31 PWM-Steuersignal der Hintergrundbeleuchtung
Reset PB18 Touch-Reset-Signal
Tabelle 5.5-5: SF32LB56xV SPI-/QSPI-Display-Schnittstelle
SPI-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
CSX PA36 Enable-Signal
WRX_SCL PA37 Taktsignal
DCX PA39 Daten-/Befehlssignal im 4-Draht-SPI-Modus; Daten 1 im Quad-SPI-Modus
SDI_RDX PA38 Dateneingangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; Daten 0 im Quad-SPI-Modus
SDO PA38 Datenausgangssignal im 3-/4-Draht-SPI-Modus; mit SDI_RDX kurzschließen
D[0] PA40 Daten 2 im Quad-SPI-Modus
D[1] PA41 Daten 3 im Quad-SPI-Modus
REST PA43 Reset-Signal für das Display
TE PA33 Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame
Tabelle 5.5-6: SF32LB56xV MCU8080-Display-Schnittstelle
MCU8080-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
CSX PA36 Chip-Select
WRX PA37 Schreib-Strobe-Signal zum Schreiben von Daten
DCX PA39 Auswahl zwischen Display-Daten/-Befehl
RDX PA38 Lese-Strobe-Signal zum Schreiben von Daten
D[0] PA40 Daten 0
D[1] PA41 Daten 1
D[2] PA28 Daten 2
D[3] PA29 Daten 3
D[4] PA30 Daten 4
D[5] PA31 Daten 5
D[6] PA32 Daten 6
D[7] PA34 Daten 7
REST PA43 Reset
TE PA33 Tearing-Effect-Signal zur Synchronisierung mit dem MCU-Frame
Tabelle 5.5-7: SF32LB56xV DPI-Display-Schnittstelle
DPI-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
CLK PA45 Taktsignal
DE PA47 Datenfreigabesignal
HSYNC PA44 Horizontales Synchronisationssignal
VSYNC PA42 Vertikales Synchronisationssignal
SD PA50 Steuert das Abschalten des Displays
CM PA51 Schaltet zwischen der Einstellung „Normal Color“ (normale Farbdarstellung) und „Reduced Color Mode“ (reduzierte Farbdarstellung) um
R0 PA14 Pixelsignal
R1 PA13 Pixelsignal
R2 PA16 Pixelsignal
R3 PA24 Pixelsignal
R4 PA19 Pixelsignal
R5 PA21 Pixelsignal
R6 PA23 Pixelsignal
R7 PA25 Pixelsignal
G0 PA28 Pixelsignal
G1 PA30 Pixelsignal
G2 PA32 Pixelsignal
G3 PA33 Pixelsignal
G4 PA34 Pixelsignal
G5 PA29 Pixelsignal
G6 PA31 Pixelsignal
G7 PA35 Pixelsignal
B0 PA36 Pixelsignal
B1 PA37 Pixelsignal
B2 PA38 Pixelsignal
B3 PA43 Pixelsignal
B4 PA41 Pixelsignal
B5 PA39 Pixelsignal
B6 PA40 Pixelsignal
B7 PA46 Pixelsignal
Tabelle 5.5-8: SF32LB56xV JDI-Parallel-Display-Schnittstelle
JDI-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
JDI_VCK PA41 Schiebetakt für den vertikalen Treiber
JDI_VST PA40 Startsignal für den vertikalen Treiber
JDI_XRST PA39 Reset-Signal für den horizontalen und vertikalen Treiber
JDI_HCK PA36 Schiebetakt für den horizontalen Treiber
JDI_HST PA38 Startsignal für den horizontalen Treiber
JDI_ENB PA43 Schreibfreigabesignal für den Pixelspeicher
JDI_R1 PA29 Rote Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_R2 PA31 Rote Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_G1 PA34 Grüne Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_G2 PA32 Grüne Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_B1 PA30 Blaue Bilddaten (ungerade Pixel)
JDI_B2 PA28 Blaue Bilddaten (gerade Pixel)
JDI_XFRP PBR1 Flüssigkristall-Ansteuersignal („An“-Pixel)
JDI_VCOM/FRP PBR2 Ansteuersignal der gemeinsamen Elektrode/Flüssigkristall-Ansteuersignal („Aus“-Pixel)
Tabelle 5.5-9: SF32LB56xV JDI-Seriell-Display-Schnittstelle
JDI-Signal Pin Detaillierte Beschreibung
JDI_SCS PA39 Chip-Select-Signal
JDI_SCLK PA41 Serielles Taktsignal
JDI_SO PA40 Serielles Datenausgangssignal
JDI_DISP PA36 Display-Ein/Aus-Umschaltsignal
JDI_EXTCOMIN PA38 COM-Inversionspolaritäts-Eingang
Tabelle 5.5-10: SF32LB56xV Touch- und Hintergrundbeleuchtungs-Schnittstellen
Touchscreen- und Hintergrundbeleuchtungssignal Pin Detaillierte Beschreibung
Interrupt PA50 Touch-Status-Interruptsignal (wake-fähig)
I2C1_SCL PA48 Touchscreen-I2C-Taktsignal
I2C1_SDA PA49 Touchscreen-I2C-Datensignal
BL_PWM PA35 PWM-Steuersignal der Hintergrundbeleuchtung
Reset PA44 Touch-Reset-Signal

5.6. Speicher, Sensoren, Audio und Konnektivität

Speicher- und Display-Busse sollten nicht unabhängig voneinander zugewiesen werden, da beide wichtige GPIO-Gruppen belegen und den Lagenaufbau der Leiterplatte beeinflussen können. Bestätigen Sie vor der Freigabe des Schaltplans Boot-Speicher, Pull-ups, Spannungsdomäne, Verhalten des Lastschalters und Zugang zur Prüfvorrichtung.

Tabelle 5.6-1: SF32LB56xU QSPI-Flash-Schnittstelle
Flash-Signal I/O-Signal Detaillierte Beschreibung
CS# PA06 Chip-Select, low-aktiv.
SO PA07 Dateneingang (Daten-E/A 1)
WP# PA08 Schreibschutz-Ausgang (Daten-E/A 2)
SI PA09 Datenausgang (Daten-E/A 0)
SCLK PA10 Serieller Takt-Ausgang
Hold# PA11 Datenausgang (Daten-E/A 3)
Tabelle 5.6-2: SF32LB56xU SDIO-Flash-Schnittstelle
Flash-Signal I/O-Signal Detaillierte Beschreibung
SD2_CMD PA09 Befehlssignal
SD2_D1 PA11 Daten 1
SD2_D0 PA10 Daten 0
SD2_CLK PA08 Taktsignal
SD2_D2 PA06 Daten 2
SD2_D3 PA07 Daten 3
Tabelle 5.6-3: SF32LB56xV QSPI-Flash-Schnittstelle
Flash-Signal I/O-Signal Detaillierte Beschreibung
CS# PA06 Chip-Select, low-aktiv.
SO PA07 Dateneingang (Daten-E/A 1)
WP# PA08 Schreibschutz-Ausgang (Daten-E/A 2)
SI PA09 Datenausgang (Daten-E/A 0)
SCLK PA10 Serieller Takt-Ausgang
Hold# PA11 Datenausgang (Daten-E/A 3)
Tabelle 5.6-4: SF32LB56xV SDIO-Flash-Schnittstelle
Flash-Signal I/O-Signal Detaillierte Beschreibung
SD2_CMD PA09 Befehlssignal
SD2_D1 PA11 Daten 1
SD2_D0 PA10 Daten 0
SD2_CLK PA08 Taktsignal
SD2_D2 PA06 Daten 2
SD2_D3 PA07 Daten 3
Tabelle 5.6-5: SF32LB56xV eMMC-Schnittstelle
eMMC-Signal I/O-Signal Detaillierte Beschreibung
SD1_CMD PA27 Befehlssignal
SD1_CLK PA26 Taktsignal
SD1_D0 PA22 Daten 0
SD1_D1 PA15 Daten 1
SD1_D2 PA12 Daten 6
SD1_D3 PA20 Daten 3
SD1_D4 PA21 Daten 4
SD1_D5 PA19 Daten 5
SD1_D6 PA13 Daten 6
SD1_D7 PA14 Daten 7

SD1-Datenleitungszuordnung des SF32LB56xV prüfen

Die SiFli-Quelle bezeichnet PA12 als SD1_D2, beschreibt das Signal jedoch als Data 6. Außerdem ist SD1_D6 ebenfalls als Data 6 aufgeführt; eine Zeile für Data 2 fehlt. Prüfen Sie vor dem Routing die tatsächliche Signalzuordnung anhand der veröffentlichten Pin-Mux-Dokumentation. Die Tabelle übernimmt die von SiFli veröffentlichten Einträge.

Tabelle 5.6-6: Sensor-I2C-Schnittstelle
I2C-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
SDA PA18 I2C-Datensignal für Lichtverfolgungssensoren
SCL PA17 I2C-Taktsignal für Lichtverfolgungssensoren

Die Speicher-I/O-Versorgung muss zum Logikpegel des angeschlossenen Speichers passen: Bei U wird VDDIO3, bei V VDDIOA2 verwendet. Ziehen Sie den Hold#-Pin des SPI-NAND-Flash über einen 10-kΩ-Widerstand auf seine Versorgung hoch. SD1/eMMC ist nur bei der V-Variante verfügbar. Übernehmen Sie die V-Tabelle für SD1/eMMC nicht für U; U verwendet die SD2-Speicherschnittstelle.

Tabelle 5.6-7: SF32LB56xU Audio-Schnittstelle
Audio-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
AU_ADC1P ADCP Positiver Eingang bei differenzieller Beschaltung oder unsymmetrischer Analogeingang für ein Mikrofon
AU_ADC1N ADCN Negativer Eingang bei differenzieller Mikrofonbeschaltung oder GND
AU_DAC1P DACP Differenzieller analoger Ausgang P
AU_DAC1N DACN Differenzieller analoger Ausgang N
Tabelle 5.6-8: SF32LB56xV Audio-Schnittstelle
Audio-Signal I/O Detaillierte Beschreibung
AU_ADC1P ADCP Positiver Eingang bei differenzieller Beschaltung oder unsymmetrischer Analogeingang für ein Mikrofon
AU_ADC1N ADCN Negativer Eingang bei differenzieller Mikrofonbeschaltung oder GND
AU_DAC1P DACP Differenzieller analoger Ausgang P
AU_DAC1N DACN Differenzieller analoger Ausgang N
I2S1_LRCK PA71 I2S2-Rahmentakt
I2S1_SDI PA69 I2S2-Dateneingang
I2S1_SDO PA64 I2S2-Datenausgang
I2S1_BCK PA73 I2S2-Bit-Takt

I2S-Instanz der V-Variante prüfen

Die SiFli-Pintabelle und die Netzbezeichnungen im Schaltplan kennzeichnen diese Pins als I2S1_LRCK/SDI/SDO/BCK, die Tabellenbeschreibungen bezeichnen sie jedoch als I2S2-Signale. Die Peripherieinstanz ist damit nicht eindeutig; prüfen Sie sie vor der Pinzuweisung anhand der veröffentlichten Pin-Mux-Dokumentation.

Bei einem externen differenziellen Analogmikrofon müssen an den ADC-Eingängen DC-Sperrkondensatoren von mindestens 2,2 µF vorgesehen und das Mikrofon über MIC_BIAS versorgt werden. Die U-Referenzschaltung für ein MEMS-Mikrofon führt MIC_BIAS über 1 kΩ und ergänzt einen 4,7-µF-Bypasskondensator; am Mikrofonausgang ist außerdem ein 0,01-µF-Koppelkondensator dargestellt. Die U-Referenz für den Analog-PA verwendet 33-nF-Eingangskoppelkondensatoren; der differenzielle Tiefpassfilter liegt nahe am Chip. Analoge DAC-Ausgänge als massegeschütztes Differenzialpaar routen, mit weniger als 10 pF parasitärer Kapazität und weniger als 2 cm Leiterbahnlänge. Die V-Variante bietet zusätzlich I2S; der Referenz-I2S-Verstärker wird über I2C3 konfiguriert. Audio-Versorgungs- und Referenzkondensatoren nahe an den Pins platzieren und Analog-Audio von Schaltreglern und Hochgeschwindigkeitssignalen fernhalten.

Beide Varianten unterstützen PWM für Vibrationsmotoren. Der Motor darf direkt aus VBAT versorgt werden, sofern sein Anlaufstrom das System nicht destabilisiert. Ist BSP_PM_FREQ_SCALING auf 1 gesetzt, verändert die HCPU-Frequenzskalierung auch die PWM-Frequenz an den PA-Pins. Verwenden Sie in diesem Fall einen PB-Pin. PB32 ist ein high-aktiver Power-/Reset-Eingang; ein langer Tastendruck von mindestens 10 s löst einen Reset aus. Die U-Referenzschaltung verbindet die Taste über 1 kΩ mit VDDIOB und ergänzt einen 10-kΩ-Pull-down sowie einen 0,1-µF-Kondensator nach GND. Die V-Referenz verwendet einen 1-kΩ-Serienwiderstand von VDD_1V8 und einen 10-kΩ-Pull-down. Andere Tasten und Drehgeber benötigen Pull-ups. Bei mechanischen Drehgebern, die nach der Betätigung nicht in den Aus-Zustand zurückkehren, muss die Pull-up-Versorgung im Standby abschaltbar sein, um Leckstrom zu vermeiden.

U stellt PBR0–PBR2, V PBR0–PBR3 bereit. Beim Start wechselt PBR0 von Low nach High und kann einen externen Lastschalter steuern; die übrigen PBR-Pins starten standardmäßig Low. PBR-Pins können im Standby und Hibernate als Ausgänge arbeiten und LPTIM-Signale führen; alle außer PBR0 können außerdem einen 32-kHz-Takt ausgeben. PBR-Pins lassen sich auch als Weckeingänge konfigurieren, der MCU kann nach dem Aufwachen jedoch keinen Interrupt von diesem Eingang empfangen. Für Sensor-I2C, SPI, Steuerung und Interrupt-Wecksignale sind PB-Pins des LCPU vorzuziehen. Die Sensorversorgung kann bei Bedarf über einen LVSW- oder LDO-Ausgang des SF30147C geschaltet werden.

Alle PA-Pins von U/V können als UART, I2C oder GPTIM gemultiplext werden. Ausnahmen bei U sind PB32/PB33/PB34 sowie PBR0/PBR1/PBR2; bei V PB32–PB36 und PBR0–PBR3. Prüfen Sie diese Einschränkungen gemeinsam mit Weck-, Tasten- und PBR-Zuweisungen.

5.7. Fertigung

Sehen Sie Zugang für Debugging und Programmierung, den Produktionsprogrammiermodus, Zugang zur Quarzkalibrierung, Messpunkte für die Leistungsmessung, RF-Testzugang und Einsehbarkeit der PMIC-Steuerung vor. Stellen Sie sicher, dass die Prüfvorrichtung die Platine versorgen, den Boot-/Download-Modus erzwingen, mit dem Chip kommunizieren und Kalibrierungsdaten erfassen kann.

Sehen Sie mindestens folgende Produktions-Testpunkte vor: VBAT, GND, bei U VDDIO2 (bei V VDDIOB), Mode, SWDIO, SWCLK, UART4_RXD, UART4_TXD und einen der Pins PB20/PB21/PB25. Stellen Sie beim Anschluss eines J-Link die Debugger-Versorgung auf externe Einspeisung, damit die Zielplatine den Debugger versorgt. Die Vorrichtung für Produktionsprogrammierung und Quarzkalibrierung muss auf diese Testpunkte zugreifen können.

Tabelle 5.7-1: SF32LB56xU Debug- und Flash-Schnittstelle
Signal Pin Detaillierte Beschreibung
SWCLK PB15 J-Link-Taktsignal, Debug-Schnittstelle
SWDIO PB13 J-Link-Datensignal, Debug-Schnittstelle
UART4_RXD PB16 UART-Empfangssignal, Download- und Logausgabe-Schnittstelle
UART4_TXD PB17 UART-Sendesignal, Download- und Logausgabe-Schnittstelle
Tabelle 5.7-2: SF32LB56xV Debug- und Flash-Schnittstelle
Signal Pin Detaillierte Beschreibung
SWCLK PB15 J-Link-Taktsignal, Debug-Schnittstelle
SWDIO PB13 J-Link-Datensignal, Debug-Schnittstelle
UART4_RXD PB16 UART-Empfangssignal, Download- und Logausgabe-Schnittstelle
UART4_TXD PB17 UART-Sendesignal, Download- und Logausgabe-Schnittstelle

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