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SF32LB58x Hardware-Design-Leitfaden — Schaltplan-Checkliste

Teil des SF32LB58x Hardware-Design-Leitfadens

Diese Seite enthält die einzelnen Prüfpunkte aus Abschnitt 5.8. Zurück zu den Schaltplan-Design-Richtlinien.

5.8. Schaltplan-Checkliste

Die folgenden Tabellen sind nach funktionalen Schaltungsblöcken gegliedert. Maßgeblich für die Anwendbarkeit sind die Bedingungen im jeweiligen Prüfpunkt: erforderliche Punkte sind zu prüfen, sobald diese Bedingungen erfüllt sind; optionale Punkte sind relevant, wenn die entsprechende Funktion oder Entwurfsoption verwendet wird.

5.8.1. Gehäuse

Tabelle 5.8.1-1: Gehäuse-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Das Gehäuse der ausgewählten Teilenummer ist korrekt, einschließlich Pin-Namen und Pin-Nummern Erforderlich

5.8.2. Stromversorgung

Tabelle 5.8.2-1: Checkliste Stromversorgung
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 PVDD1-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V Erforderlich
2 PVDD2-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V Erforderlich
3 BUCK1_LX- und BUCK1_FB-Verbindungen sind korrekt Erforderlich
4 BUCK2_LX- und BUCK2_FB-Verbindungen sind korrekt Erforderlich
5 LDO_VOUT1-Ausgang hat einen Testpunkt oder einen Filterkondensator, der die Spannungsmessung erleichtert Erforderlich
6 VDD_RET-Ausgang hat einen Testpunkt oder einen Filterkondensator, der die Spannungsmessung erleichtert Erforderlich
7 VDD_RTC-Ausgang hat einen Testpunkt oder einen Filterkondensator, der die Spannungsmessung erleichtert Erforderlich
8 VDDIOA-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V; in der ersten Platinenrevision einen 0-Ω-Serienwiderstand reservieren Erforderlich
9 VDDIOA2-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V; in der ersten Platinenrevision einen 0-Ω-Serienwiderstand reservieren Erforderlich
10 VDDIOB-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V; in der ersten Platinenrevision einen 0-Ω-Serienwiderstand reservieren Erforderlich
11 Die Versorgung VDDIOSA beträgt 1,8 V; zum Abschalten ist ein Lastschalter vorgesehen Erforderlich
12 Die Versorgung VDDIOSB beträgt 1,8 V; zum Abschalten ist ein Lastschalter vorgesehen Erforderlich
13 VDDIOSC-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V und muss immer eingeschaltet sein Erforderlich
14 AVDD33_USB-Versorgungsspannung beträgt 3,3 V Erforderlich
15 AVDD33_ANA-Versorgungsspannung beträgt 3,3 V Erforderlich
16 AVDD_BRF-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V-3,3 V und muss der VDD1-Versorgung entsprechen Erforderlich
17 AVDD33_AUD-Versorgungsspannung beträgt 3,3 V Erforderlich
18 AVDD18_DSI-Versorgungsspannung beträgt 1,8 V Erforderlich
19 Wenn SF30147C die Stromversorgung übernimmt, muss die TWI-Steuerschnittstelle MCU-PB-Pins verwenden, und diese Pins müssen PD-Pins sein Erforderlich
20 Die Ladeschaltung erfordert ein Versorgungspfadmanagement, damit das System bei zu niedriger Akkuspannung über den 5-V-Eingang des Ladegeräts versorgt werden kann Erforderlich
21 Wird die Stromversorgung über SF30147C bereitgestellt, ist die dedizierte TWI-Steuerschnittstelle des Chips zu verwenden Erforderlich
22 Bei Versorgung über SF30147C muss für die über EN gesteuerten Versorgungsschienen PVDD oder AVDD als Versorgungsdomäne des EN-Signals verwendet werden. EN darf nicht über ein MCU-GPIO angesteuert werden. Alternativ EN mit Masse verbinden und den Ausgang der jeweiligen Versorgungsschiene per Register steuern Erforderlich
23 Wenn SF30147C die Stromversorgung übernimmt, können BUCK und LDO1 nur über ihre jeweiligen Enable-Signale EN_BUCK und EN_LDO1 gesteuert werden; eine interne Registersteuerung ist nicht vorgesehen Erforderlich
24 Bei 58x müssen PVDD und VDDIOB übereinstimmen. Wenn PVDD niedriger als VDDIOB ist, z. B. VDDIOB = 3,3 V und PVDD = 1,8 V, hat VDDIOB in Standby und Hibernate einen Leckstrom von etwa 15 µA Erforderlich
25 Bei 58x ist Pin B4 VDD_EXT1 und Pin B5 VDD_EXT2; sie können im Design unverbunden bleiben Erforderlich

Klarstellung zur Quelle

Prüfpunkt 19 der Checkliste Stromversorgung in der Arbeitsmappe verlangt MCU-PB-Pins für die TWI-Steuerschnittstelle und bezeichnet diese Pins zusätzlich als „PD“-Pins. Prüfpunkt 21 verlangt separat die dedizierte TWI-Schnittstelle des Chips. Die Arbeitsmappe definiert „PD“ nicht und erläutert nicht, wie diese Anforderungen zusammenhängen. Laut Hardware-Anwendungshinweis von OpenSiFli emuliert der SF32LB58x TWI-Signale mit zwei GPIOs, um den SF30147C zu steuern. Klären Sie vor der Freigabe des Schaltplans mit SiFli, welche Schnittstelle und Pins vorgesehen sind.

5.8.3. Kondensatoren und Induktivitäten der Stromversorgung

Tabelle 5.8.3-1: Checkliste Kondensatoren und Induktivitäten der Stromversorgung
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 PVDD1-Pufferkondensator beträgt mindestens 10 µF Erforderlich
2 PVDD2-Kondensator beträgt mindestens 10 µF Erforderlich
3 BUCK1_FB-Kondensator = 4,7 µF Erforderlich
4 BUCK2_FB-Kondensator = 4,7 µF Erforderlich
5 LDO_VOUT1-Kondensator = 4,7 µF Erforderlich
6 VDD_RET-Kondensator = 0,47 µF Erforderlich
7 VDD_RTC-Kondensator = 1 µF Erforderlich
8 VDDIOA-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
9 VDDIOA2-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
10 VDDIOB-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
11 VDDIOSA-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
12 VDDIOSB-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
13 VDDIOSC-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
14 AVDD33_USB-Kondensator ≥1 µF Erforderlich
15 AVDD33_ANA-Kondensator ≥4,7 µF Erforderlich
16 AVDD_BRF-Kondensator ≥4,7 µF Erforderlich
17 AVDD33_AUD-Kondensator ≥4,7 µF Erforderlich
18 AUD_VREF-Kondensator = 1 µF Erforderlich
19 AVDD18_DSI-Kondensator ≥4,7 µF Erforderlich
20 MIC_BIAS-Kondensator = 1 µF Erforderlich
21 GPADC-VREFP-Kondensator = 4,7 µF Erforderlich
22 PVDD1, PVDD2, AVDD_BRF und die RSTN-Pull-up-Versorgung müssen gleich sein Erforderlich
23 Die BUCK1- und BUCK2-Induktivitäten sind von SiFli empfohlene Teilenummern Erforderlich
24 Wenn die BUCK-Induktivität keine von SiFli empfohlene Teilenummer ist, muss sie L = 4,7 µH, DCR ≤ 0,4 Ω und Isat ≥ 450 mA erfüllen Erforderlich
25 Wenn PVDD1 und PVDD2 mit 1,8 V aus VBAT versorgt werden, einen DCDC-Wandler zur Erzeugung von 1,8 V verwenden; keinen LDO verwenden Erforderlich
26 Der Ruhestrom des ausgewählten DCDC ist erfasst und erfüllt die Projektanforderungen Erforderlich
27 Der Ruhestrom des ausgewählten LDO ist erfasst und erfüllt die Projektanforderungen Erforderlich

Abweichende Sättigungsstromangaben für die BUCK-Induktivität

Prüfpunkt 24 der Checkliste zu Kondensatoren und Induktivitäten in der Arbeitsmappe fordert für eine nicht in der AVL geführte Induktivität Isat ≥ 450 mA. Der OpenSiFli-Hardware-Anwendungshinweis fordert für eine BUCK-Induktivität mit L = 4,7 µH und DCR ≤ 0,4 Ω Isat ≥ 500 mA. Die Tabelle behält den Arbeitsmappenwert von 450 mA bei; die Auslegung der BUCK-Induktivität im Abschnitt Schaltplanentwurf verwendet 500 mA. Bis SiFli die Abweichung klärt, verwenden Sie eine Induktivität mit Isat ≥ 500 mA.

5.8.4. Takt

Tabelle 5.8.4-1: Takt-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Der 48-MHz-Hauptquarz ist eine AVL-gelistete Teilenummer Erforderlich
2 Falls der 48-MHz-Quarz nicht AVL-gelistet ist, muss er 7 pF ≤ CL ≤ 12 pF (8,8 pF empfohlen), Frequenztoleranz ≤±10 ppm, ESR ≤30 Ω (22 Ω empfohlen) erfüllen Erforderlich
3 Der RTC-32,768-kHz-Quarz ist eine AVL-gelistete Teilenummer Erforderlich
4 Falls der 32,768-kHz-Quarz nicht AVL-gelistet ist, muss er CL ≤12,5 pF (7 pF empfohlen), Frequenztoleranz ≤±20 ppm, ESR ≤80 kΩ (38 kΩ empfohlen) erfüllen Erforderlich

5.8.5. Reset

Tabelle 5.8.5-1: Reset-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 RSTN ist auf dieselbe Versorgung wie PVDD1 hochgezogen Erforderlich
2 RSTN reserviert einen 0,1-µF-Kondensator gegen Masse Erforderlich
3 RSTN besitzt ESD-Schutz Erforderlich

5.8.6. Massesignale

Tabelle 5.8.6-1: Checkliste Massesignale
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Alle AVSS_***-Signale sind mit GND verbunden Erforderlich
2 Alle VSS-Signale sind mit GND verbunden Erforderlich

5.8.7. Boot-Modus

Tabelle 5.8.7-1: Checkliste Boot-Modus
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 MODE hat einen internen Pull-down; einen 10-kΩ-Pull-up zu VDDIOA reservieren und MODE während des Firmware-Downloads auf High treiben Erforderlich
2 Das MODE-Signal hat einen reservierten Testpunkt und muss zur Programmiervorrichtung der Produktion herausgeführt werden Erforderlich

5.8.8. RF

Tabelle 5.8.8-1: RF-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Das ANT-Signal ist mit der Anforderung an einen unsymmetrischen Wellenwiderstand von 50 Ω gekennzeichnet Erforderlich
2 Ein Pi-förmiges Anpassnetzwerk ist am ANT-Signal reserviert: ein paralleler NC-Kondensator (nicht bestückt) und ein 15-pF-Serienkondensator Erforderlich
3 Falls eine Filterung von Störstrahlung berücksichtigt werden muss, ist ein Pi-förmiges Anpassnetzwerk mit einer 2,7-nH-Serieninduktivität und einem 2-pF-Parallelkondensator reserviert Optional
4 Falls ein externer RF-PA eine MCU-Steuerung von RXEN und TXEN erfordert, ausschließlich PB39 für PA RXEN und PB40 für PA TXEN verwenden Optional
5 Falls der Wi-Fi-Chip die Antennen-Koexistenz-Arbitrierung unterstützt:
(1) Der 3-Draht-Modus wird empfohlen: Der Wi-Fi-Chip steuert den Bluetooth-/Wi-Fi-Antennen-RF-Schalter und führt die Arbitrierung durch. Anhand von BT_ACTIVE und BT_PRIORITY von Bluetooth entscheidet er, ob Bluetooth Zugriff auf die Antenne erhält. WLAN_ACTIVE kann die Bluetooth-Sende-/Empfangsaktivität während des Wi-Fi-Betriebs deaktivieren.
(2) BT_ACTIVE muss PB08 oder PB45 verwenden, WLAN_ACTIVE muss PB09 oder PB41 verwenden, und BT_PRIORITY kann ein beliebiges PB-GPIO verwenden.
Optional
6 Falls der Wi-Fi-Chip keine Antennen-Koexistenz-Arbitrierung unterstützt:
(1) Der 1-Draht-Modus wird empfohlen: Bluetooth steuert den Bluetooth-/Wi-Fi-Antennen-RF-Schalter, führt die Arbitrierung über BT_ACTIVE durch und benachrichtigt den Wi-Fi-Chip.
(2) Falls Wi-Fi ein Betriebszustandssignal ausgeben kann, lässt sich die Konfiguration auf den 2-Draht-Modus erweitern: Den Wi-Fi-Ausgang mit WLAN_ACTIVE verbinden, damit Bluetooth niedrig priorisierte Sende-/Empfangsvorgänge unterdrücken kann, während Wi-Fi aktiv ist, ohne Bluetooth zu beeinträchtigen, wenn Wi-Fi inaktiv ist.
(3) BT_ACTIVE muss PB08 oder PB45 verwenden, WLAN_ACTIVE muss PB09 oder PB41 verwenden
Optional

5.8.9. I/O-Ressourcenzuweisung

Tabelle 5.8.9-1: Checkliste I/O-Ressourcenzuweisung
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Eine mit dem Schaltplan übereinstimmende GPIO-Ressourcenzuweisungstabelle wird bereitgestellt Erforderlich
2 Die GPIO-Zuweisung in der Ressourcentabelle stimmt mit dem Schaltplan überein Erforderlich
3 Die tatsächliche GPIO-Zuweisung folgt den SiFli-Empfehlungen; siehe die EVB-I/O-Konfigurationsdatei Erforderlich

5.8.10. Hardwareseitiges Wecken

Tabelle 5.8.10-1: Checkliste zum hardwareseitigen Wecken
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Die Interruptquellen zum Wecken der HCPU sind korrekt zugewiesen: PA64, PA65, PA66, PA67, PA68 und PA69 (insgesamt sechs Pins) Erforderlich
2 Die Interruptquellen zum Wecken der LCPU sind korrekt zugewiesen: PB54, PB55, PB56, PB57, PB58, PB59, PBR0, PBR1, PBR2 und PBR3 (insgesamt zehn Pins). Nach dem Wecken der MCU können PBR0-PBR3 keine Interruptsignale empfangen Erforderlich
3 Interrupt- und Steuersignale für LCPU-seitige Peripherie wie Beschleunigungs- und Herzfrequenzsensor müssen mit PB-GPIOs verbunden werden Erforderlich

5.8.11. Speicher

Tabelle 5.8.11-1: Speicher-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 MPI3 ist wie vorgesehen mit NOR-Flash oder SPI-NAND-Flash verbunden Erforderlich
2 VDDIOSC ist immer eingeschaltet Erforderlich
3 Die Versorgungen VDDIOSA und VDDIOSB werden über PBR0 aktiviert Erforderlich
4 MPI3 oder MPI4 kann für externen NOR-Flash oder SPI-NAND-Flash verwendet werden Erforderlich
5 Der HOLD#-Pin des SPI-NAND-Flash ist über einen 10-kΩ-Widerstand auf die SPI-NAND-Flash-Versorgung hochgezogen Erforderlich
6 Falls die Produktion externen Flash auf MPI3 oder MPI4 programmieren muss, treibt das Download-Tool PA43 auf High, um die MPI3-Stromversorgung zu aktivieren Erforderlich
7 Wenn eMMC oder SD-NAND über SDIO1 programmiert werden muss, aktiviert das Download-Tool die zugehörige Versorgung Erforderlich
8 Die von PBR0/PA43 gesteuerten Spannungsschalter sind high-aktiv (ein) und low-aktiv (aus). Im Hibernate-Modus steuert PBR0 die VDDIOSA-/VDDIOSB-Stromumschaltung, VDDIOSC bleibt immer eingeschaltet, und PA43 steuert die Stromumschaltung des externen Flash Erforderlich
9 Falls die SD1-Schnittstelle mit eMMC oder SD NAND verbunden ist, sind die Signalverbindungen korrekt Erforderlich
10 Der I/O-Schnittstellenpegel von eMMC oder SD NAND entspricht VDDIOA2 Erforderlich
11 MPI3- oder MPI4-Signalverbindungen sind korrekt Erforderlich
12 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Erforderlich
13 NOR-Flash ist im Leitfaden zur Auswahl von Schlüsselkomponenten qualifiziert Erforderlich
14 SPI-/SD-NAND-Flash ist im Leitfaden zur Auswahl von Schlüsselkomponenten qualifiziert Erforderlich
15 eMMC ist im Leitfaden zur Auswahl von Schlüsselkomponenten qualifiziert Erforderlich
Tabelle 5.8.11-2: Referenzanschlüsse des SPI-NAND-Flash über MPI4 auf der SiFli-EVB
SPI-NAND-Signal SF32LB58x-Pin Referenzhinweis
CS# PA10 (SD1_CMD) Chip-Select, low-aktiv
SO PA04 (SD1_D1) Dateneingang zum Chip (IO1)
WP# PA01 (SD1_D2) Schreibschutzsignal (IO2)
SI PA05 (SD1_D0) Datenausgang des Chips (IO0)
SCLK PA09 (SD1_CLK) Serieller Takt
HOLD# PA06 (SD1_D3) IO3; über einen 10-kΩ-Widerstand auf VDD18_MPI4 hochgezogen

Im EVB-Referenzschaltplan ist VCC des SPI-NAND-Flash an VDD18_MPI4 angeschlossen; an dieser Versorgung sind außerdem Kondensatoren mit 0,1 µF und 1 µF (6,3 V) vorgesehen. Diese Pinzuordnungen und Bauteilwerte gelten nur für die EVB-Referenz. Vor der Übernahme sind sie anhand des ausgewählten Chip-Gehäuses, des Flash-Datenblatts und der Pinmux-Konfiguration der Zielplatine zu prüfen.

Die I/O-Versorgung VDDIOA2 für SD1 unterstützt 1,8 V oder 3,3 V und muss zum I/O-Pegel des Peripheriegeräts passen. SiFli empfiehlt eine 1,8-V-Schnittstelle für SPI-NAND-Flash und eMMC. SD-NAND-Bausteine unterstützen nur 3,3 V; bei Verwendung von SD NAND muss VDDIOA2 daher auf 3,3 V gesetzt werden.

5.8.12. Display

Tabelle 5.8.12-1: Display-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 SF32LB58x verbindet das Display wie vorgesehen über DSI + LCDC2 Erforderlich
2 DSI-Signalverbindungen sind korrekt Erforderlich
3 Falls das LCD ausschließlich QSPI verwendet, wird die HCPU-LCDC1-QSPI-Schnittstelle empfohlen, um Probleme mit Bildrate und RAM zu vermeiden Erforderlich
4 DSI_REXT ist über einen 10-kΩ-Widerstand mit GND verbunden Erforderlich
5 Die LCDC-RSTB-Verbindung ist korrekt Erforderlich
6 Die LCDC-TE-Verbindung ist korrekt (mit dem TE- oder Fmark-Signal des Panels verbunden) Erforderlich
7 TP-Signale folgen der empfohlenen Pinbelegung (siehe die EVB-I/O-Konfigurationsdatei) Erforderlich
8 Die LCD-Schnittstelle unterstützt MIPI-DSI, 3-/4-Draht-SPI, Dual-/Quad-Daten-SPI, DBI 8080, DPI sowie parallele und serielle JDI-Schnittstellen Erforderlich
9 SPI-LCD, 3-Draht-Modus: CS mit PA44 oder PB08 verbunden, CLK mit PA46 oder PB10 verbunden, DATA mit PA50 oder PB09 verbunden;
4-Draht-Modus: CS mit PA44 oder PB08 verbunden, CLK mit PA46 oder PB10 verbunden, DATA mit PA50 oder PB09 verbunden, DC mit PA48 oder PB03 verbunden
Erforderlich
10 Bestätigen, ob das LCD AOD unterstützen muss; falls ja, muss ein QSPI-Panel mit HCPU verbunden werden, während ein JDI-Panel mit LCPU verbunden werden kann Erforderlich
11 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Erforderlich
12 Bei DSI-LCDs die DSI-Daten- und Taktsignale verbinden. DSI-Video-Modus-Panels verhalten sich wie RGB-Panels und haben kein TE-Signal; DSI-Command-Modus-Panels haben ein TE-Signal, und DSI17801 erfordert TE. TE und RST werden beide empfohlen; die endgültige Nutzung hängt vom ausgewählten LCD ab Erforderlich

5.8.13. GPADC

Tabelle 5.8.13-1: GPADC-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 GPADC-Eingang ist mit dem entsprechenden Pin verbunden Optional
2 GPADC-Eingangsbereich ist korrekt; die maximale Eingangsspannung darf AVDD33_ANA nicht überschreiten Optional
3 Empfehlung zum Akkuspannungsteiler: 470-kΩ-1%-Widerstand versorgungsseitig, 1-MΩ-1%-Widerstand gegen Masse und 100-nF-Filterkondensator Erforderlich
4 Für jedes von GPADC gemessene Widerstandsteilersignal Teilerwiderstände mit 1 % Toleranz verwenden; jeder GPADC-Kanal muss einen 100-nF-Filterkondensator nahe am Chip-Pin haben Erforderlich
5 ADC kann mehrere Tasten erkennen und Pins sparen; wenn beispielsweise PB32 als ADC-Taste verwendet wird, den Akku nicht als Pull-up-Versorgung verwenden Erforderlich

5.8.14. SDMADC

Tabelle 5.8.14-1: SDMADC-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 SDMADC-Eingang ist mit dem entsprechenden Pin verbunden Optional
2 SDMADC-Eingangsbereich ist korrekt; die maximale Eingangsspannung sollte AVDD33_ANA nicht überschreiten Optional
3 SDMADC_VREF- und SDMADC_VSS_VREF-Verbindungen sind korrekt Erforderlich

5.8.15. Tasten

Tabelle 5.8.15-1: Tasten-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Mit dem Kunden klären, ob die Taste das System wecken können muss Erforderlich
2 Verbindung der gewöhnlichen Taste ist korrekt (Pull-up vorhanden, korrekter Widerstandswert, korrekte Pull-up-Spannungsdomäne) Erforderlich
3 Die Power-Taste muss an PB54 angeschlossen sein und high-aktiv sein. Ein 10 Sekunden langer Tastendruck muss einen Reset auslösen; auf der Hauptplatine ist ein 10-kΩ-Pull-down vorzusehen Erforderlich
4 Alle Tastensignale haben ESD-Schutz Erforderlich

5.8.16. EOS- und ESD-Schutz

Tabelle 5.8.16-1: Checkliste EOS- und ESD-Schutz
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Die Ladeschnittstelle hat EOS-, ESD- und OVP-Design Erforderlich
2 Das Signal zur Erkennung des Ladegeräteanschlusses hat ein ESD-Bauteil Erforderlich
3 Die Akkuschnittstelle hat ein ESD-Bauteil Erforderlich
4 Die Antennenschnittstelle hat ein ESD-Bauteil Erforderlich
5 LCD- und TP-Stromversorgungsschnittstellen haben ESD-Bauteile Erforderlich
6 TP-I2C-, RST- und INT-Leitungen haben ESD-Bauteile Erforderlich
7 Stromversorgungsschnittstelle und Signalleitungen des Herzfrequenzsensors haben ESD-Bauteile Erforderlich

5.8.17. I2C

Tabelle 5.8.17-1: I2C-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Bei der I2C-Zuweisung die Aufteilung zwischen HCPU und LCPU sowie die Frage berücksichtigen, ob das Gerät im Energiesparmodus laufen muss Erforderlich
2 I2C hat Pull-ups mit korrektem Widerstandswert; falls 400-kHz-Betrieb erforderlich ist, werden 2,2-kΩ-Pull-ups empfohlen. Die peripherieseitige Spannungsdomäne verwenden und die Pull-up-Versorgung bei Abschaltung der Peripherie ausschalten Erforderlich
3 Das I2C-Interruptsignal unterstützt bei Bedarf das hardwareseitige Wecken Erforderlich
4 Falls mehrere Geräte einen I2C-Bus teilen, sind ihre Adressen unterscheidbar Erforderlich

5.8.18. I2S

Tabelle 5.8.18-1: I2S-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 I2S1 ist nur Eingang und arbeitet nur im Master-Modus; das Mikrofon ist wie vorgesehen mit I2S1 verbunden Optional
2 I2S2 unterstützt Eingang und Ausgang nur im Master-Modus und kann mit externen Codec-DAC-/ADC-Geräten verbunden werden Optional
3 I2S3 unterstützt Ein- und Ausgabe nur im Master-Modus. Die Schnittstelle eignet sich für Energiesparanwendungen, bei denen die HCPU schläft und die LCPU Audio über I2S3 empfängt oder verarbeitet Optional
4 I2S-Signalverbindungen sind korrekt Optional
5 Die Verbindung des digitalen Mikrofons an der I2S1-Schnittstelle ist korrekt Optional
6 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Optional

5.8.19. PDM und analoges Audio

Tabelle 5.8.19-1: Checkliste PDM und analoges Audio
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Die Verbindung der beiden PDM-Mikrofone ist korrekt Optional
2 PDM-Mikrofon wird aus einer digitalen Versorgung gespeist Optional
3 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Optional
4 Die Verbindung der beiden analogen Mikrofone ist korrekt Optional
5 Analoges Mikrofon wird vom MIC_BIAS-Ausgang versorgt Optional
6 Beide Audio-ADC-Eingänge müssen jeweils mindestens einen 2,2-µF-DC-Sperrkondensator enthalten Optional
7 DAC-Ausgangspfade P und N haben jeweils einen 1-kΩ-Serienwiderstand, mit einem 1,5-nF-Kondensator dazwischen Optional
8 AW8155 ist der empfohlene Audioverstärker; bei Verwendung dieses Bauteils die Softwareeinstellung „Mode 4 / Class AB mode“ (Modus 4 / Class-AB-Betrieb) wählen Optional
9 Bei Rückführung des Audio-PA-Ausgangs zum MCU-ADC einen Teiler und RC-Filter oder zusätzliche digitale Filterung hinzufügen; die geteilte Spannung muss innerhalb des ADC-Eingangsbereichs bleiben, und die RC-Filter-Grenzfrequenz sollte 20 kHz betragen Optional
10 Falls der im Chip integrierte analoge Audio-ADC-Pfad nicht genutzt wird, wird für ADC1P/ADC1N und ADC2P/ADC2N jeweils ein 0-Ω-Serienwiderstand gegen Masse empfohlen Optional

5.8.20. SPI

Tabelle 5.8.20-1: SPI-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 SPI-Verbindung ist korrekt; SDO und SDI sind zwischen MCU und Peripherie korrekt gekreuzt Optional
2 Timing-Anforderungen der SPI-Peripherie sind bestätigt und werden unterstützt Optional
3 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Optional

5.8.21. USART

Tabelle 5.8.21-1: USART-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 USART4 ist als Download- und Log-Schnittstelle ausgelegt Erforderlich
2 USART4 hat Testpunkte; für TXD und RXD wird ein Serienwiderstand von 100 Ω empfohlen Erforderlich
3 USART1 hat einen Testpunkt Erforderlich
4 Geräte, die auf HCPU laufen müssen, sind mit USART2 oder USART3 verbunden Optional
5 Geräte, die auf LCPU laufen müssen, sind mit USART5 oder USART6 verbunden Optional
6 Beim Anschluss an eine Peripherie sind RXD und TXD korrekt gekreuzt Erforderlich
7 Der I/O-Logikpegel des Peripheriegeräts entspricht dem des Hauptchips Erforderlich
8 Ungenutzte USART-Testpunkte sind für die Backup-Nutzung reserviert Optional
9 Für den Anschluss an Peripherie wird empfohlen, die HCPU-Schnittstelle zu verwenden, um zu vermeiden, dass HCPU-Software eine LCPU-UART-Schnittstelle nutzt Erforderlich

5.8.22. PWM

Tabelle 5.8.22-1: PWM-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Die Pin-Zuweisung des Hintergrundbeleuchtungs-PWM ist korrekt; ein von Motor-PWM abweichendes GPTIMx verwenden, vorzugsweise auf der PB-Schnittstelle, um zu vermeiden, dass eine HCPU-Frequenzabsenkung die Hintergrundbeleuchtung beeinträchtigt Erforderlich
2 Die Pin-Zuweisung des Motor-PWM ist korrekt; ein von Hintergrundbeleuchtungs-PWM abweichendes GPTIMx verwenden, vorzugsweise auf der PB-Schnittstelle, um zu vermeiden, dass eine HCPU-Frequenzabsenkung die Vibration beeinträchtigt Erforderlich
3 Für die Motor-PWM-Steuerung ein standardmäßig deaktiviertes GPIO auswählen, um abnormales Verhalten während der Firmware-Programmierung bei Verwendung eines SMT-Motors zu vermeiden Erforderlich
4 Signale, die einen PWM-Ausgang benötigen, müssen die PB-Schnittstelle verwenden; zusätzlich auf abnormales Verhalten beim Kaltstart prüfen Erforderlich

5.8.23. Debug

Tabelle 5.8.23-1: Debug-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 SWD-Signalverbindungen sind korrekt Erforderlich
2 Der J-Link-Steckverbinder oder die Testpunkte reservieren korrekt die I/O-Stromversorgungsreferenz Erforderlich
3 Während des Firmware-Downloads müssen PVDD, VDDIO, VDDSC und ähnliche Schienen versorgt sein, AVDD18_DSI (CAU2-Versorgung) muss ebenfalls versorgt sein Erforderlich

5.8.24. USB

Tabelle 5.8.24-1: USB-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 USB-Schnittstellenverbindung ist korrekt Optional
2 Die USB-Schnittstelle hat ESD-Schutz Optional
3 Solange USB aktiviert ist, kann der PC oder das angeschlossene Gerät im normalen Betrieb das Ein- und Ausstecken erkennen. Soll dies auch im Schlafmodus der MCU möglich sein, ist ein Spannungsteiler an VBUS vorzusehen. Dessen Ausgang muss einen zur I/O-Spannung passenden High-Pegel liefern und mit einem Weck-Pin der MCU verbunden werden. Empfohlen wird, denselben Weck-Pin wie für die Erkennung des Ladegeräteanschlusses mitzuverwenden Optional

5.8.25. PBR

Tabelle 5.8.25-1: PBR-Checkliste
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 PBR0 wechselt beim Einschalten von 0 auf 1 und kann ausgewählte externe Lastschalter steuern; PBR1-PBR5 sind standardmäßig Low-Ausgänge Erforderlich
2 PBR0-PBR5 können sowohl in Standby als auch in Hibernate als Ausgänge verwendet werden Optional
3 PBR0-PBR5 können das LPTIM-Signal ausgeben Optional
4 Für den SF32LB567 wird LPTIM3 empfohlen: LPTIM3_OUT und LPTIM3_OUT_BAR geben 21-25-kHz-Signale von PBR-Pins mit unterschiedlichen Tastverhältnissen und entgegengesetzter Polarität aus Optional
5 Die 21-25-kHz-Signale mit entgegengesetzter Polarität und unterschiedlichen Tastverhältnissen können auch von HCPU ATIM ausgegeben werden; geeignete ATIMx_CHx- und ATIMx_CHxN-Signale zusammen mit Pin_Config auswählen und die Auswirkung der HCPU-Frequenzabsenkung berücksichtigen Optional
6 PBR0-PBR5 können ein 32-kHz-Taktsignal ausgeben Optional
7 PBR0-PBR3 können als Weckeingänge konfiguriert werden. Nach dem Wecken der MCU können PBR0-PBRx jedoch keine Interruptsignale empfangen, sondern nur 0-/1-Pegel erkennen. Mit Vorsicht verwenden Optional

Quellenumfang und technische Prüfung

Prüfpunkt 4 der PBR-Checkliste in der ursprünglichen Checklisten-Arbeitsmappe nennt SF32LB567. Die Arbeitsmappe bestätigt jedoch nicht, dass die Punkte 4 und 5 der PBR-Checkliste Empfehlungen für SF32LB58x sind. Klären Sie die Anwendbarkeit mit SiFli, bevor Sie diese Punkte übernehmen.

Prüfpunkt 6 der Speicher-Checkliste in der Arbeitsmappe sagt, dass PA43 auf High getrieben wird, um die „MPI3-Stromversorgung“ zu aktivieren. Der offizielle Hardware-Anwendungshinweis für SF32LB58x beschreibt PA43 dagegen als Steuerpin für die Stromversorgung des externen Flash und fordert High, um diesen zu versorgen. Die Checklistenzeile behält den Wortlaut der Arbeitsmappe bei. Klären Sie mit SiFli, welche Versorgungsschiene und welcher Schnittstellenumfang vorgesehen sind, bevor Sie den Produktions-Programmierablauf festlegen.

5.8.26. Stromverbrauch

Tabelle 5.8.26-1: Checkliste Stromverbrauch
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 Für alle für die Stromumschaltung verwendeten MOSFET-, LDO- und DCDC-Enable-Pins einen 1-MΩ-Pull-down gegen Masse reservieren, wenn der Enable-Pin high-aktiv ist Erforderlich
2 Die angesetzte Basisstromaufnahme im Hibernate-Modus ist dokumentiert Erforderlich
3 Die Summe der angesetzten Basisstromaufnahmen der ausgewählten Peripheriegeräte im Hibernate-Modus ist dokumentiert und erfüllt die Projektanforderungen Erforderlich
4 Die angesetzte Basisstromaufnahme im Standby-Modus ist dokumentiert Erforderlich
5 Die Summe der angesetzten Basisstromaufnahmen der ausgewählten Peripheriegeräte im Standby-Modus ist dokumentiert und erfüllt die Projektanforderungen Erforderlich

5.8.27. Download und Quarzkalibrierung

Tabelle 5.8.27-1: Checkliste Download und Quarzkalibrierung
Nr. Prüfpunkt Kategorie
1 SWD-Download-Testpunkte, VBAT-, GND-, SWDIO-, SDCLK-, MODE-, RSTN-, VDDIOA-, VDDIOB-Testpunkt reservieren Erforderlich
2 Falls eine Offline-Download-Platine zum Programmieren der Firmware erforderlich ist, VBAT-, GND-, UART4_TXD-, UART4_RXD-, MODE-, RSTN- und VDDIOA-Testpunkte reservieren Optional
3 Falls eine Quarzkalibrierung erforderlich ist, einen Quarzkalibrierungs-Testpunkt reservieren; PB45 wird empfohlen Optional

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